Fachleute der Bahn und Politik infirmierten sich über den gelungenen Wiederaufbau der Ahrtalbahn. Zum Einsatz kam ein klassischer alter Schienenbus (VT 798) der EVG aus Linz am Rhein. Foto: Willi Tempel
Oktober 2025/Ahrtal. Für Aufsehen sorgte kürzlich ein roter Schienenbus, der auf der noch nicht freigegebenen Gesamtstrecke der Ahrtalbahn bis nach Kreuzberg unterwegs war. Anlaß war die siebte Sitzung des Sektorbeirats im Bundesverkehrsmínisterium beim Eisenbahnbundesamt in Bonn.
Als Sonderzugfahrt ging es zunächst vom Bonner Hauptbahnhof bis zum derzeitigen Endpunkt der Ahrstrecke am Haltepunkt Walporzheim; diese Strecke konnte bereits Ende 2021 – mit einigen Einschränkungen – wieder in Betrieb genommen werden. Ab Walporzheim, wo der Bereich Mittelahr beginnt, durfte der Schienenbus nur unter besonderen betrieblichen Rahmenbedingungen gefahren werden; die Fahrt war also sehr langsam, mit genügend Zeit für die teilnehmenden Fachleute, den fortgeschittenen Wiederaufbau zu verfolgen. Mit an Bord war Christian Sauer, als Projektleiter der DB (Deutsche Bahn) InfraGO für den Wiederaufbau der Ahrtalbahn verantwortlich.Die erfolgreichen Tunnel-Umbauten (Erhöhung wegen der Elektrifizierung) beeindruckten ebenso wie die neuen Eisenbahnbrücken und die vielen wiederhergestellten Bahndämme. Der Hochwasser resiliente Aufbau – zum Beispiel am Laacher Bogen – wurde erläutert. Auf der Gesamtstrecke erhielt die Gruppe Informationen zu den neuen bzw. wieder aufgebauten Haltepunkten Bad Bodendorf, Heimersheim-Lohrsdorf (statt bisher Heimersheim), Walporzheim, Dernau, Rech, Mayschoß, Altenahr (Kreuzungsbahnhof) und Kreuzberg, zudem wurde die Funktion des neuen elektronischen Stellwerks am Bahnhof Ahrweiler erklärt.
Alle Teilnehmer/Innen waren vom schnellen Fortschritt sowie die Art und Weise des Wiederaufbaus der Ahrtalbahn beeindruckt. Für Mitte Dezember ist die offizielle Eröffnung der Gesamtstrecke über Walporzheim hinaus bis zum End-Haltepunkt Ahrbrück geplant. WT
Dietmar Knerr (vorne am Pult), Geschäftsführer der Mittelrheinbahn, erläuterte die Planung für den Einsatz der neuen Ahrtalbahn-Linie RB 32. Foto: Görgler
Endspurt bei der Ahrtalbahn – MRB fährt bis Boppard
Die Arbeiten zum Wiederaufbau der Ahrtalbahn bis Ahrbrück laufen auf Hochtouren. Die beteiligten Baufirmen setzen unter der Regie von DB InfraGO alles daran, die Strecke bis zum Endpunkt wieder betriebsbereit herzustellen und befahrbar zu machen. Zielpunkt ist der Fahrplanwechsel bei der Deutschen Bahn am Wochenende 13./14. Dezember 2025. Der für die Fahrplangestaltung zuständige Zweckverband Rheinland-Pfalz Nord in Koblenz hat ebenfalls alle Vorbereitungen getroffen, dass der Zugbetrieb zu diesem Zeitpunkt wieder aufgenommen werden kann. Neben der Verbindung Ahrbrück bis Bonn Hbf wird es stündlich eine zweite Verbindung geben, die von Ahrbrück bis Remagen und dann alle zwei Stunden bis Boppard verkehren soll. Diese Linie, RB 32, soll ab Fahrplanwechsel durch das Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) Mittelrheinbahn (MRB) betrieben werden. Diese Information hatte die Ahrtalbahnfreunde veranlasst, zu ihrem letzten Bahntreff Rhein-Ahr im ehemaligen Bahnhof Bad Bodendorf den Geschäftsführer der MRB, Dietmar Knerr aus Koblenz einzuladen. Knerr hat eine langjährige betriebliche Erfahrung als Geschäftsführer mehrerer EVU und gab einen aktuellen Sachstandsbericht zu den Planungen zur Aufnahme des Zugverkehrs von Ahrbrück bis Boppard. Die MRB hat für diese neuen Verkehre zunächst drei elektrische Triebwagen der Bauart Mireo Smart (Siemens) für 8 Jahre inklusive Wartunsgsvertrag geleast. Knerr erläuterte, dass für diese neuen Verkehre rund 20 Triebfahrzeugführer benötigt werden. Diese Arbeitsplätze sollen am Standort Remagen beheimatet werden. Interessenten können sich jederzeit an die MRB wenden. Eine Abwerbung von anderen EVU wird es nicht geben. Voraussetzung für die Aufnahme des Betriebs ist die Fertigstellung der elektrischen Fahrleitung auf der Gesamtstrecke. Außerdem müssen die Lokführer der MRB Streckenkunde bis Ahrbrück erwerben, dazu wird es eine Zusammenarbeit mit DB Regio geben. In der Diskussion gab es viele Rückfragen und Anmerkungen der zahlreichen Gäste beim Bahntreff. Falls sich die Fertigstellung der Ahrtalbahn an einzelnen Baustellen verschieben sollte, gibt es zunächst ein Ersatzkonzept bis zur endgültigen Beendigung der Arbeiten. Besonders die Arbeiten am zweiten Gleis im Bereich des ehemaligen Bahnhofs Heimersheim, wo als Hochwasserschutz längs dieser Engstelle zunächst eine bis zu 900 m lange Spundwand gesetzt wird, steht dabei im Fokus. Mit Spannung werden die Ahrtalbahnfreunde weiterhin den Fortgang der Arbeiten verfolgen. Beim nächsten Bahntreff am 24. September im Bahnhof Bad Bodendorf wird der Verbandsdirektor des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV Nord) aus Koblenz, Thorsten Müller, zu Gast bei den Ahrtalbahnfreunden sein. Er wurde gebeten, ausführlich über die weiteren Planungen und Überlegungen für die verkehrliche und betriebliche Entwicklung auf und an der Ahrtalbahn zu berichten. Die Ahrtalbahnfreunde sind auch interessiert zu erfahren, wie die vielen anstehenden Baumaßnahmen auf den Rheinstrecken mit zum Teil langen Totalsperrungen verkehrlich ablaufen sollen. Die DB InfraGO hält nach wie vor daran fest, im nächsten Jahr die rechte Rheinstrecke für rund fünf Monate komplett zu sperren und zu erneuern. Im Jahr darauf soll dann die linke Rheinstrecke ebenfalls für fünf Monate total gesperrt und saniert werden. Nach diesen Arbeiten folgt dann eine 17-monatige Sperrung der Strecke Köln Hbf nach Köln Süd, in der vier innerstädtische Überführungen neu gebaut werden sollen. Wichtiger Hinweis: Der Bahntreff Rhein-Ahr am 24. September beginnt um 18:30 Uhr (nicht wie bisher 18 Uhr). Wolfgang Groß / ATBF
Einsatzbereit: Sechs Meter lange Profile für die Spundwand. Foto: Görgler
Aktualisierung (20.9.2025). Die Arbeiten an der tief im Boden versenkten Spundwand sind hier bereits fortgeschritten. Damit sollen Bahndamm und Gleise zwischen Heppingen und der östlichen Straßenbrücke nach Heimersheim bei Hochwassersituationen standhalten. Zwischen Spundwand und dem bestehenden Gleis bleibt Platz für die künftige Gegenspur, womit auf der Teilstrecke Remagen – Bad Neuenahr wieder ein zweipuriger Betrieb möglich sein wird. Foto: Görgler
27. Aug. 2025. Während an der Mittelahr Brückenbauwerke, Tunnelausbauten und Gleisaufbau trotz aller Erschwernisse in beeindruckendem Tempo erfolgten oder auch noch in Arbeit sind, läuft der Bahnbetrieb bereits seit Ende 2021 – also noch im Jahr der Flutkatastrophe – wieder zwischen Remagen und Walporzheim. Allerdings nicht durchgehend zweigleisig, denn auch im Bereich von Lohrsdorf, Heimersheim und Heppingen hatte die Ahr erhebliche Schäden angerichtet: Kanalisiert zwischen Weinberg, Straße und Bahnlinie auf der nördlichen Seite und der vierspurigen B 266 zum Süden hin staute sich das Hochwasser derart auf, dass die Wucht der Flutwelle Gleise und die äußerste Fahrspur des Autobahnzubringers erheblich zerstörte – von den schlimmen Überschwemmungen der umliegenden Ortsteile ganz abgesehen. Erst vor einigen Monaten konnte – zumindest provisorisch – die Zufahrt von der Ahrbrücke zwischen Lohrsdorf und Heimersheim in Richtung Westen wieder hergestellt werden, womit die alte B 266 (Landskroner Straße) vom Straßenverkehr entlastet worden ist. Sukzessive zur laufenden Elektrifizierung der Ahrtalbahn wurden in diesem Bereich bereits Baustellen umgesetzt, wie etwa in Lohrsdorf mit neuem Haltepunkt, der den ursprünglichen Stopp am ehemaligen Bahnhof Heimersheim endgültig ersetzt. Ebenso hat man den Bahnübergang in Heppingen erneuert, damit auch angepasst an die digitale Steuerung des Zugbetriebs, die mit der Elektrifizierung der Ahrtalbahn einhergeht. Nunmehr ist der lange Gleisabschnitt von Heppingen bis zur Straßenbrücke Lohrsdorf/Heimersheim in Arbeit. Hier soll das Flussbett verbreitert werden. Dies geschieht zunächst schwerpunktmäßig am nördlichen Ufer, wie etwa in Höhe des früheren Bahnsteigs (am Heimersheimer Bahnhofsgebäude), wo die Gleise um sieben Meter in Richtung Straße versetzt werden konnten. Der Neubau des zweiten Gleises in Fahrtrichtung Remagen ist in Vorbereitung, es gilt, die Lücke von Heppingen bis an den neuen Bahnhaltepunkt Heimersheim-Lohrsdorf zu schließen. Zuvor wird bis kurz vor die Brücke eine bis zu 900 m lange, tief in den Boden gerammte Spundwand installiert, die gewährleisten soll, dass die künftig wieder zweispurige Bahntrasse gegen erneute Hochwassersituationen gewappnet ist. Über die Verbreiterung der Ahr hinaus soll bei der Neumodellierung des Flusslaufs in diesem Bereich aus einer bisherigen V-Form eine U-Form werden, womit noch mehr Wasser durchfließen kann.
Schon während der Vorarbeiten waren Baumaschienen mit „Mäkler“ im Einsatz. Dies sind Spezialgeräte mit Führungseinrichtung, mit deren Hilfe Rammgüter (Spundbohlen, Rohre, Pfähle) richtungsgenau eingebracht oder auch Bohrungen vorgenommen werden können. Damit die folgenden Spundwände den Druck durch Hochwasser aushalten, werden in festen Abständen spezielle Stützen bis zu 10 m tief in den Boden eingebracht. Foto: Görgler
Rückblick: Im Gedenken an die Flutkatastrophe von vor vier Jahren sind über die Sommermonate im Kurpark Bad Neuenahr einige Stehlen mit eindrucksvollen Bild- und Wortbeiträgen ausgestellt. Darunter auch Motive, die Hans-Jürgen Juchem, Ortsvorsteher von Lohrsdorf, am Tag nach der Flutnacht von den Weinbergen aus aufgenommen hat. Wie die beiden folgenden Fotos, die nicht nur das Ausmaß des Hochwassers zeigen, sondern auch, weshalb so umfangreich Vorsorge getroffen werden muß, damit sich die Fluten nicht wieder so extrem aufstauen. Wir bedanken uns ausdrücklich für die Bilddokumente, die wir hier veröffentlichen dürfen, die uns Hans-Jürgen Juchem aber auch mit weiteren Texten und Fotos für das künftige Ahrtalbahnmuseum (im Bahnhof Bad Bodendorf) zur Verfügung gestellt hat.
Wie ein verstopfter Trichter: Schon vor dem Bereich der nahezu kanalisierten Ahr hat sich das Wasser in der Flutnacht 2021 aufgestaut. Oben der Blick in Richtung Ahrtalbrücke. Foto: JuchemDie Engstelle der Ahr direkt auf Höhe des ehemaligen Bahnhofs Heimersheim: Zerstörte Gleise und Straßen nach der Flut. Foto: Juchem
Zurück in die Gegenwart: Über den vielfach angeregten Verzicht auf die ohnehin hochwassergeschädigte vierte Fahrspur des Autobahnzubringers am südlichen Ufer, womit die Ahr erheblich mehr Raum in der Breite gewinnen würde, ist noch nicht entschieden worden. Arbeitskreise, Umweltschützer und die lokale Politik haben sich dafür eingesetzt. So hatte der Stadtrat Bad Neuenahr-Ahrweiler einen Rückbau der B 266 im Bereich der Engstelle um 50 Prozent beschlossen, was sich auf die Gesamtbreite der Fahrbahnen bezieht. Ob dann künftig nur noch zwei oder drei Fahrspuren bei geringeren Abständen vorhanden sein werden, ist dem Vernehmen nach offen. Eine Entscheidung des Landesbetriebs Mobilität (LBM) wird für den kommenden Herbst erwartet. Auch darüber, ob es möglich sein wird, einen neuen Radweg längs der B 266 zur Ahrseite hin zu installieren – wie er vor der Flut vorhanden war und gerne genutzt worden ist.
Die provisorische Zufahrt von der Ahrbrücke zwischen Lohrsdorf und Heimersheim zur Umgehungsstraße in Richtung Bad Neuenahr. Eine spürbare Entlastung für den Verkehr auf der alten B 266 etwa durch Heppingen. Das hier einst zwei Fahrspuren in Richtung Westen vorhanden waren, läßt sich seit der Flutnacht 2021 nur noch erahnen. Foto: Görgler
Im Zusammenspiel aller Maßnahmen rechnet man bei einem sogenannten Jahrhunderthochwasser mit einer Senkung des Wasserstands von bis zu 1,10 Meter. Flutwellen durch Wasserstau sollen neben der Entschärfung der Engstellen auch durch die verwendeten Brückenmodule mit großen Spannweiten vermieden werden. Alles Maßnahmen, die an der gesamten Ahr an verschiedenen Stellen umgesetzt oder in Betracht gezogen worden sind.
Mittig oben der neue Bahnhaltepunkt Heimersheim-Lohrsdorf. Links im Bild befinden sich zwei Gewerbebetriebe auf einem vergleichsweise tief gelegenen Grundstück. Nicht nur deswegen plädiert Ortsvorsteher Juchem für einen wirksamen Hochwasserschutz bis hin zum Bahnhaltepunkt. Foto: Görgler
Nicht ganz so glücklich mit dem Umfang der Maßnahmen äußerst sich der Lohrsdorfer Ortsvorsteher Hans-Jürgen Juchem, der die erwähnte Spundwand gerne bis an die Brücke und darüber hinaus bis zum neuen Bahnhaltepunkt durchgezogen gesehen hätte. Damit wären die Gewerbebetriebe nördlich des Bahndamms in diesem tiefer gelegenen Bereich besser geschützt. Dort ist dem Vernehmen nach bisher nur ein Erdwall als Hochwasserschutz angedacht. Unsere Anfrage dazu bei der Kreisverwaltung Ahrweiler (Abt. Hochwasserresilienz und Aufbaukoordination) ergab, dass man an einer Lösung in Abstimmung mit allen zuständigen Stellen arbeitet. Angestrebt wird die Fortführung des durch die Spundwand geschaffenen Hochwasserschutzes in anderer Bauweise bis zum Bahnhaltepunkt in Lohrsdorf. Weitere Informationen dazu sind erst nach Abschluß der Planungen möglich. Seitens der Bahn ist man da schon genauer: Ab dem Frühjahr 2026 rechnet man damit, dass vereinbarungsgemäß die 900 m langen Stützmauer durchgehend fertiggestellt ist. Erst dann kann nämlich die Lücke im zweiten Gleis in Fahrtrichtung Remagen geschlossen werden. Dies wirkt sich leider auch auf den Fahrplan bis hin zur Endstation aus: Bis zur Fertigstellung des zweiten Gleises im Bereich Heimersheim wird die neue Linie RB 32 – betrieben von der Mittelrheinbahn (MRB) – ab Freigabe der gesamten Strecke (13./14. Dezember 2025) vorerst nur bis Altenahr fahren, wo der Richtungswechsel auf zwei Gleisen erfolgt, womit auch ein entgegenkommender Zug kreuzen kann. Den MRB-Zügen würden nämlich, so nach eigener Auskunft, am eingleisigen Endhaltepunkt Ahrbrück nur 3 Minuten Zeit zum Ein- und Aussteigen samt Richtungswechsel bleiben – dies sei zu wenig. Dagegen passt es für die Regionalbahnen der Linie RB 30 vom Betreiber DB Regio besser: Ab Freigabe der Gesamtstrecke sind sie sofort stündlich durchgehend von Remagen bis Ahrbrück unterwegs. Sind alle Lücken im Gleisnetz geschlossen, wird auch der vorgesehene 20/40-Min-Takt mit beiden Linien funktionieren. JG
Oben links läßt sich das Ende der im Bau befindlichen Spundwand erkennen (Abdeckplane bis zum gelben Container). Ab der Brücke nimmt der Abstand zwischen Bahngleis und Ahr zu; dennoch ist die Sorge bei künftigen Hochwassern vor einer Überflutung der Gewerbegrundstücke auf der Lohrsdorfer Seite der Brücke nachvollziehbar. Foto: Görgler
Mit Inbetriebnahme der voraussichtlich Ende 2025 komplett wieder hergestellten Ahrtalbahn bis Ahrbrück wird die neu konzipierte Regionalbahn RB 32 mit dem elektrisch angetriebenenen Triebwagen vom Typ MIREO auch an der Ahr verkehren. Foto: Siemens Mobility
Der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) und das Land Rheinland-Pfalz treiben gemeinsam den nachhaltigen Wiederaufbau der Schieneninfrastruktur und die Weiterentwicklung des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) im Ahrtal voran. Mit einem neuen SPNV-Konzept ab Dezember 2025 erhält die Region ein erweitertes und elektrifiziertes Angebot. Die Trans Regio Deutsche Regionalbahn GmbH wird im Zuge des neuen SPNV-Konzepts ab Dezember 2025 die neu konzipierte Linie RB 32 betreiben. Die bisherige RB 39 zwischen Dernau und Remagen wird damit ersetzt und das Angebot gleichzeitig ausgeweitet. Der neue Linienverlauf führt dann elektrisch und umsteigefrei bereits von Ahrbrück über Remagen nach Koblenz und weiter bis Boppard. Das Ahrtal erhält damit neben der künftig ebenfalls elektrischen betriebenen RB 30 (Bonn – Remagen – Ahrbrück), die von DB Regio NRW eingesetzt wird, eine weitere direkte Anbindung an die Mittelrheinachse. Die Umstellung der RB 30 von Dieseltriebwagen auf den elektrisch angetriebenen Talent 2 soll bis Sommer 2026 erfolgen.
Die RB 32 wird ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 stündlich zwischen Ahrbrück und Remagen sowie im Zwei-Stunden-Takt weiter über Koblenz bis Boppard fahren. Mit diesen Erweiterungen aus den Bestandsverkehren entlastet die Linie die stark frequentierte linke Rheinstrecke und verbessert die Verbindung nach Koblenz und der Mittelrheintalstrecke in RLP. Auf der RB 32 zum Einsatz kommen die modernen Regionalbahnen vom Typ MIREO (Foto). In Planung und mit Inbetriebnahme der wiederaufgebauten kompletten Ahrtalstrecke (voraussichtlich Ende 2025) noch nicht umgesetzt ist allerdings der angestrebte 20-Minuten-Takt. Zudem sind die angedachten zusätzlichen Haltepunkte im Bereich von Bad Neuenahr-Ahrweiler und Marienthal noch nicht abgeklärt. JG
Von der Saffenburg aus bietet sich der Blick in Richtung Rech, im Vordergrund die Baustellen der Ahrtalbahn mit Gleisbau und Bahnbrücke (Zufahrt in den Saffenburgtunnel)
JG. Tempo und Einsatz beim Wiederaufbau der Ahrtalbahn sind immer wieder beeindruckend. Bemerkenswert: Derzeit ist mit der Gleisführung von Rech aus in den Saffenburg-Tunnel nur noch das letzte große Brückenobjekt auf der Teilstrecke Walporzheim – Altenahr ohne das verbindende Hauptmodul in Arbeit. Allerdings sind auch dort schon Widerlager und Pfeiler gesetzt und die tonnenschwere Stahlkonstuktion steht unter einem weißen Montagezelt „in Stellung“. Höchst Zeit für eine Fotoreportage, diesmal bei strahlendem Wetter mit dem Motorroller unterwegs, womit man im Rahmen der vielen Bauarbeiten mitunter besser durchkommt als mit dem Pkw. Unsere aktuellen Aufnahmen zeigen von der Saffenburg aus die Baustelle (Bahndamm, Bahnbrücke) ostwärts mit Blick in Richtung Rech. Das ergänzende Motiv aus Dezember 2024 zeigt die dortigen Zufahrten der beiden Tunnelröhren, links nach Erhöhung wegen der Elektrifizierung wieder für den Bahnbetrieb, rechts hinter dem weißen Quader fast verdeckt für den Ahrradweg. Auf der westlich des Bergzuges gelegenen Mayschoßer Seite blicken wir in Richtung Laach/Altenahr sowie vom Wirtschaftsweg über die Bahnstrecke zurück zum Bahnhof und der Tunnelausfahrt (Foto aus Juni 2024).
Demnächst werden wir von Altenahr aus ahraufwärs berichten, vor allem mit der Großbaustelle in Kreuzberg, einschließlich dem Neubau der Eisenbahnbrücke. Fotos J. Görgler, M. Papenberg
Derzeit werden vielerorts längs der Ahrtalbahnstrecke die neuen Schwellen samt Schienen verlegt und verschraubt. Das endgültige Befüllen mit Schottersteinen erfolgt erst nach dem Verschweißen
Im Bereich des westlichen Ortsausgangs von Dernau (Bahnquerung Steinbergsmühle) entsteht derzeit in Richtung Rech ein neuer zweigleisiger Streckenabschnitt der Ahrtalbahn. Vor der Flutkatastrophe von 2021 waren nur die Strecken von Remagen bis Walporzheim doppelgleisig sowie in Zuglänge am ehemaligen Dernauer Bahnhof. Künftig werden durch das lange Ausweichgleis zwischen den beiden Weinorten – ergänzend zur Elektrifizierung mit besserer Beschleunigung und kürzeren Bremswegen – schnellere Taktzeiten möglich sein. Wie auf den Fotos zun sehen ist, wird das Gleismaterial sorgfältig befestigt bzw. verschraubt. Allerdings erfolgt die Endmontage in Kürze durch Verschweißen der Schienen und letztendlich Auffüllen mit Schottersteinen. Dazu werden Spezialfahrzeuge im Einsatz sein. Interessant auch das letzte Foto in der Galerie (unten, mit Bagger), das über die Fläche des temporären Bauhofes der Firma Leonhard Weiss hinaus auch die Weinberge zeigt: Der kurze gelbe Pfeil markiert den bekannten Aussichtspunkt, der lange Pfeil die Befestigung für die „Unvollendete“. Die 1911 geplante und weitgehend gebaute „Ruhr-Mosel-Entlastungslinie“ sollte zweigleisig von Neuß über Liblar/Erfstadt, Rheinbach und die heutige Gemeinde Grafschaft sanft hinab ins Ahrtal (bei Rech) führen, von dort über die Ahr- und Eifelbahn bis ins Saarland und Lothringen. Baubeginn war im Winter 1913/14. Allerdings mußte nach dem ersten Weltkrieg dieses Projekt in Richtung französischer Grenze aufgrund der Versailler Verträge aufgegeben werden. Text/Fotos Jürgen Görgler (ATBF).
Wiederaufbau der Eisenbahnbrücke über die B 267 in Rech. Fotos: Thomas Klein
Januar 2025. Mit dem Wiederaufbau der Bahnbrücken im Ahrtal geht es auch im Winter zügig weiter, insofern die Wetterverhältnisse dies zulassen. Die beiden ersten Motive zeigen den Neubau der Bahnbrücke über die Bundesstraße 267 in der östlichen Einfahrt des Weinortes Rech. Die alte Brücke war durch die Flutkatastrophe 2021 stark beschädigt worden und mußte abgerissen werden. Die Fotos unten zeigen den Neubau der Bahnbrücke nahe der Felsformation „Bunte Kuh“ im westlichen Ortsausgang von Walporzheim; die verbindende große Stahlkomponente liegt schon bereit, um auf die tragenden Podeste geschoben zu werden. Es geht weiter und das Ziel zur Fertigstellung der gesamten Ahrtalbahnstrecke bis Ahrbrück (Ende 2025) steht weiterhin im Fokus der Verantwortlichen. JG
Die Baustelle der Bahnbrücke in Höhe der Felsformation „Bunte Kuh“. Fotos: Joachim Heyna
Ahrtalbahnfreund Rainer Pollig hat „Marienthal 2“ am 14.11. fotografiert: Nach tagelangem „Ziehen“ hat die Stahlkonstruktion ihre Position erreicht und liegt sicher auf Widerlager und Pfeiler. Ein Baustein mehr zum Wiederaufbau an der Ahr bzw. für die Ahrtalbahn, die Ende 2025 auf kompletter Strecke bis Ahrbrück verkehren soll.
Marienthal 2: Fertiges Modul im Schiebemodus
Marienthal/Ahrtal. Im Ahrtal findet ein wichtiges Aufbauprojekt gerade ganz besondere Beachtung: Der Wiederaufbau der zerstörten Ahrtalbahn zwischen Walporzheim und Ahrbrück. Aufzubauen sind hierbei, neben der Trasse, insgesamt 13 zerstörte Brücken. Die Pfeiler wurden so gestaltet, dass diese den Ablauf der Ahr bei weiteren Hochwassern nicht einengen sollen. Zudem erhalten die Brücken eine geringere Höhe als die zerstörten, historisch-schönen Bauwerke. Und es gibt eine nicht alltägliche Zusammenarbeit: Wo es technisch möglich ist, werden die Ahrtalbahn-Brücken gleich mit der vielfach parallel verlaufenden Trassen für den Radweg realisiert.
Drohnen-Fotos der Baustelle aus östlicher (oben) und westlicher Richtung. Gut zu sehen: Die 68 Meter lange Stahlkonstruktion, die nach wochenlanger Vorarbeit als komplettes Modul auf Widerlager und Pfeiler geschoben wird
Die schweren Stahlbrücken werden hydraulisch, in relativ kurzen Schüben, Stück für Stück vorangeschoben. So zum Start etwa das 68 Meter lange Stahlteil in der Kurve unterhalb von Marienthal. Wo es die Verhältnisse zulassen, werden die Bauwerke für Bahn und Radweg in einem Zuge errichtet. Beim vorliegenden Projekt wurde die Bahnbrücke jetzt bereits gesetzt, und die notwendigen Pfeiler für den Radtrasse in diesem Zuge gleichzeitig gebaut. Nun wurde die stählerne Bahnbrücke Schub um Schub hydraulisch – wie von Geisterhand – von den Fachfirmen auf die Brückenpfeiler, und weiter Richtung gegenüberliegendes Ufer gezogen.
Interessant: Die Zugvorrichtung aus stabilen Stahlträgern mit straff geführten Stahlseilen
Aus diesem Anlass luden Deutsche Bahn sowie das Mainzer Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität jetzt zu einem Pressetermin vor Ort ein. Der DB-Konzernbevollmächtigte für Rheinland-Pfalz und das Saarland, Klaus Veenhusen, betonte die große Bedeutung der Ahrtalbahn. „Mit dem Einhub der Brücke haben wir einen wichtigen und symbolträchtigen Meilenstein für das Ahrtal erreicht. DB und die beteiligten Baufirmen geben alle Energie, damit die Züge auf der Ahrtalbahn Ende 2025 wieder wieder fahren können – Umweltfreundlich unter Strom, statt wie bisher mit Diesel.“ Ursprünglich hatte auch der Rheinland-Pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer seine Teilnahme an dieser Veranstaltung zugesagt, wegen einer Erkrankung musste dieser jedoch sein Kommen absagen.
Von links: Petra Dick-Walther (Staatssekretärin am Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz), Katrin Eder (Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität des Landes Rheinland-Pfalz), Klaus Vornhusen (DB-Konzernbevollmächtigter für Rheinland-Pfalz und das Saarland) und Cornelia Weigand (Landrätin für den Kreis Ahrweiler)
Katrin Eder, Ministerin für Klimaschutz, Energie, Umwelt und Mobilität des Landes Rheinland-Pfalz, betonte ebenfalls diese Verbesserungen für die Region. Wie bereits frühzeitig in Blick Aktuell berichtet, sollen ja ab 2026 wieder Züge bis Ahrbrück im Zwanzig-Minuten-Takt verkehren. Und soll es gemäß früherer Aussage davon eine stündlich durchgehende Verbindung Ahrbrück bis Köln geben. Eder betonte weiter, dass im Zuge des Wiederaufbaus viele Bauwerke „hochwasserresilient“ erfolgen werden. Verklausungen durch Hochwasser soll es an den Brücken so nicht mehr geben. Eder betonte auch die gute Zusammenarbeit mit Fachleuten und Wissenschaftlern. Und brachte – auch in Anbetracht der Katastrophe in Spanien – die Notwendigkeit nachhaltiger Mobilitätsformen im Kampf gegen die Erderhitzung vor. Petra Dick-Walther, Staatssekretärin Im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, stellte ebenfalls heraus, das es „hier die Besonderheit gäbe, dass Bahninfrastruktur und die Radwegeinfrastruktur gemeinsam vorangebracht werden. Vor Ort war auch Stefan Gleißner, Leiter der DB-Infrastrukturprojekte Mainz-Koblenz. Ebenso wie Christian Sauer, verantwortlich für den Wiederaufbau. Die (DB) Deutsche Bahn hatte auch zahlreiche weitere Gäste eingeladen: So etwa Thorsten Müller, Verbandsdirektor des SPNV Nord, Vertreter des Landesbetriebes für Mobilität (LBM), Kreisstadtbürgermeister Guido Orthen, Verbandsbürgermeister Dominik Gieler, Ratsmitglied Rolf Schmitt (Dernau/Marienthal), Gregor Sebastian (Walporzheim), Martin Schell und Sebastian Sonntag (Zukunft Mittelahr/AöR) sowie diverse Mitarbeiter der beteiligten Fachfirmen. Text: Willi Tempel, Fotos (5): Deutsche Bahn AG / Michael Neuhaus
Mit Hochdruck wird am Wiederaubau der Ahrtalbahn gearbeitet, hier eine der Brückenbaustellen zwischen der Felspartie „Bunte Kuh“ und Marienthal.
Sept. 2024 / Ahrtal. Immer wieder beeindruckend ist der Einsatz beim Wiederaufbau der Ahrtalbahn, hier speziell an der Mittelahr. Unsere Fotos zeigen die Brückenbaustelle Marienthal 2, wo das 68 m lange Stahlkonstrukt bereitliegt, um nach Fertigstellung von Pfeiler und Widerlager auf den vorgesehenen Platz geschoben zu werden. Der Brückenaufbau wurde zuvor in einem Montagezelt aus sechs Modulen (je 40 t schwer) zusammengefügt.
Insgesamt müssen auf dem 14 Kilometer langen Teilstück zwischen Walporzheim und Ahrbrück 13 Brücken neu gebaut und acht weitere saniert werden, so dem Vernehmen nach die laufenden Planungen. Darüber hinaus laufen die Gleisbauarbeiten, der Bau neuer Bahnstationen sowie spezielle Maßnahmen zum Hochwasserschutz wie Stützbauwerke und Durchlässe.
Wir werden weiter vor Ort sein und berichten. JG/ATBF/Fotos Görgler
Trotz Großeinsatz braucht es seine Zeit: Das Brückenwerk Marienthal 2 soll möglichst noch in 2024 fertig werden, die gesamte Strecke bis Ahrbrück Ende 2025.
4.11.2024 / Dernau. Noch steht die nach der Flutkatastrophe 2021 errichtete Behelfsbrücke. Doch direkt dahinter wurden dieser Tage die ersten Träger für das neue Brückenbauwerk montiert. Es geht weiter, auf der Straße, an der Bahn! Fotos ATBF/Christel Klein.
Heppingen/Oktober 2024. Drei Jahre nach der verheerenden Flutkatastrophe an der Ahr (Juli 2021), die unter anderem die historische Brückenverbindung zwischen Heppingen ud Heimersheim zerstörte, wird nun eine neue Straßenverbindung zwischen den beiden östlichen Ortsteilen von Bad Neuenahr-Ahrweiler errichtet. Die ursprüngliche Bogenbrücke, ein geschütztes Denkmal (51 m lang, erbaut 1897), konnte dem enormen Druck des Hochwassers nicht standhalten und wurde bis auf das Widerlager mit Bogenansatz auf der Heppinger Seite völlig zerstört. Der Neubau der Brücke – der erste Spatenstich erfolgte im September – soll nach einjähriger Bauzeit noch 2025 abgeschlossen sein. Mit einer Länge von 60 Metern – ohne zusätzliche Stützpfeiler – wird der Flutgefahr Rechnung getragen und der mögliche Durchfluß deutlich erhöht. Laut dem Stuttgarter Planungsbüro „schlaich bergermann partner“ (dass von der Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler beauftragt wurde) handelt es sich um ein modern anmutendes Bauwerk mit Einspannung am Widerlager. Das Tragwerk besteht aus wetterfestem Stahl, mit im Verbund liegender Betonfahrbahnplatte.
Die Vorbereitungen für das Widerlager des Brückenneubaus sind bereits im Gange. Schon im Laufe des Jahres 2025 soll die neue Ahrquerung in Betrieb genommen werden. Foto: GörglerDie neue Ahrbrücke zwischen Heppingen und Heimersheim wird mit 61 m Länge spürbar größer sein als die bisherige mit vier Bögen. Somit wird der Ahr viel Raum auch bei Hochwasser gegeben. Foto: Planungsbüro „schlaich bergermann partner“
Die wiederhergestellte Verkehrsverbindung wird für beidseitigen Radfahrer- und Fußgängerverkehr konzipiert sein, zudem für Pkw mit Gegenverkehr. LKW sollen das Bauwerk ausdrücklich nicht befahren, ausgenommen sind Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge. Kalkuliert sind Gesamtkosten von etwa 4,75 Millionen Euro, die aus dem Wiederaufbaufonds abgedeckt sind.
Der Bahnübergang an der Martinusstraße führt zur derzeit noch provisorischen Ahrquerung in Richtung Heppinger Straße / Heimersheim. Der Brückenneubau läuft bereits (Bereich gelber Pfeil). Foto: Görgler
Zeitnah folgen in der Kernstadt weitere Brückenneubauten, so an der Landgrafenstraße, im Bereich von Bachem sowie die wichtige Flußquerung gegenüber dem Ahrtor, wo der Verkehr aus der Innenstadt auch in Richtung Ramersbach erfolgt, zudem eine schnelle Verbindung von und zum künftigen Feuerwehrgerätehaus auf dem ehemaligen Abenteuerspielplatz an der Ramersbacher Straße ermöglicht.
Die alte Heppinger Brücke (Apollinaris-Brücke) wurde 1897 als Bogenbrücke mit vier Bögen aus roten Ziegelsteinen erbaut. Ihre Vorgänger aus Holz wurden bei früheren Hochwassern mehrfach zerstört. Dieses Schicksal traf das hübsche Bauwerk in der Flut 2021. Foto: Toni Simons /AW-Wiki
Zurück nach Heppingen: Zu erwähnen ist, dass der vorhandene Restbogen der alten Apollinaris-Brücke als Mahnmal für die Opfer der schlimmen Flutkatstrophe erhalten bleiben soll.
Auf diesem Foto (Anfang Oktober 2024) ist die provisorische Brücke (links) sowie das vorbereitete Baugelände mit dem abestützten Rest des ersten Bogens der alten Brücke zu sehen. Foto: Görgler