Aktuelles

Ab Oktober: Durchgängiger SEV, nächtliche Zugausfälle

Die B 267 ist wieder über Mayschoß hinaus in beide Richtungen befahrbar, somit fährt künftig nur noch eine durchgängige SEV-Buslinie von Bad Neuenahr-Ahrweiler bis Ahrbrück. Zudem gibt es auf der Strecke
Remagen – Walporzheim nächtliche Zugausfälle, auf der gesamten Strecke auch Baulärm. Weitere Informationen

InnoTrans: „Flirt“ mit Akkuantrieb

Praktisch ein Elektrotriebwagen mit Akku an Bord: Reiner Fuchs von den Ahrtalbahnfreunden berichtet über den neuen Flirt Akku BEMU von Stadler.

Ahrtalbahnfreunde im Podcast

15.09.2022. Interview mit Wolfgang Groß (Sprecher der IG Ahrtalbahnfreunde e.V.) zum Thema „Wiederaufbau der Ahrtalbahn“ im Podcast #29 auf Langsamfahrt.de. Die von Gregor Börner betriebene Website bietet fortlaufend informative Nachrichten und Beiträge rund um die Eisenbahn – überwiegend zum Mithören, jedoch auch als Textnachrichten. Der fachkundige Online-Journalist Börner aus Lahnau (Hessen) ist übrigens hauptberuflich Lokführer…

Wasserstoffzug auf Rekordjagd

Alstoms Wasserstoffzug Coradia iLint ist auf Rekordjagd: Am 15. September ab 6 Uhr. Mehr über die Aktion

Regionalbahn aus Ahrbrück abtransportiert

mehr über die großangelegte Aktion

Netz mit Brennstoffzelle in Betrieb

Mehr über die Alstom-Züge in Bremervörde

Exkursion nach Luxemburg

Mehr in unserem Report

RB 620545: Vor Abtransport zerlegt

Vorarbeiten für den Abtransport der Regionalbahn 620545: Links eine abmontierte Trittstufe, rechts Arbeiten an einem Antriebsmodul. Fotos: Ahrtalbahnfreunde

03.09.2022 (Beitrag aktualisiert). Die vom Hochwasser der Ahr (Juli 2021) in Kreuzberg überflutete Regionalbahn wurde kürzlich über Behelfsgleise bis zum Bahnhof Ahrbrück gezogen (Beitrag vom 29.6.2022 weiter unten). Mit schweren Lkw soll der Abtransport zwecks Instandsetzung oder Verschrottung (?) voraussichtlich am 6. September stattfinden. Bis dahin laufen Vorbereitungen, die 3-teilige Triebeinheit vom Typ Alstom Coradia LINT (Leichter, innovativer Nahverkehrstriebwagen) in transportable Einheiten zu trennen.
In Zusammenhang mit dem Abtransport und den nötigen Vorkehrungen an der Strecke ist eine Vollsperrung des Lingenberg-Tunnels in Altenahr am Vor- und Folgetag (5. und 7. September) notwendig. Darauf weist die Kreisverwaltung Ahrweiler hin. Demnach wird der Tunnel am Montag, 5. September, von 22:00 bis 24:00 Uhr, sowie am Mittwoch, 7. September, von 04:00 bis 06:00 Uhr gesperrt sein. Im und am Tunnel befindliche Verkehrszeichen müssen aufgrund der Höhe und Breite des beladenen Schwertransporters entfernt werden, damit dieser ungehindert passieren kann. Entsprechende Umleitungen sind ausgeschildert. Für den 6. September ist keine Sperrung vorgesehen.

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Der 100. ICE 4 heißt „Rheinland-Pfalz“

Mehr in unserem Report mit interessanten Infografiken

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Dazu beitragen, dass im richtigen Moment die richtigen „Hebel“ gezogen werden, darin sehen die Ahrtalbahnfreunde ihre Aufgabe – ganz besonders beim Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe

IG Ahrtalbahnfreunde: Ab sofort „e.V.“

27. Juli 2022. Im Verein noch stärker: Die Interessengemeinschaft Ahrtalbahnfreunde tritt ab sofort als eingetragener Verein (e.V.) auf. Damit verbunden sind Rechtssicherheit und erhöhte Akzeptanz. Wir begleiten weiterhin den Wiederaufbau der Ahrtalbahn, mit Austausch, Diskussionen und Medienarbeit. Darüber hinaus pflegen wir ein geselliges Miteinader, wozu auch die regelmäßigen Stammtische sowie Ausflüge zu interessanten Bahnzielen beitragen.

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Symbolbild: Gleisbauarbeiten mit Zweiwegebagger. Foto: Deutsche Bahn AG / Oliver Lang

Deutsche Bahn tauscht Betonschwellen aus

13. Juli 2022. Die Deutsche Bahn (DB) führt aktuell ein umfangreiches
Inspektions- und Austauschprogramm bei Betonschwellen aus. Die Arbeiten erfolgen vorsorglich, da im Zusammenhang mit dem Unfall bei Garmisch-Partenkirchen am 3. Juni auch Schwellen eines bestimmten Bautyps von den ermittelnden Behörden geprüft werden. Auch wenn die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind und die Unfallursache noch nicht feststeht, hat die DB rein vorsorglich entschieden, baugleiche Schwellen im Netz zu untersuchen.
Die Inspektionen sind bereits gestartet. Rund 200.000 Schwellen werden
untersucht. Sollte die DB Auffälligkeiten finden, tauscht sie die Schwellen
schnellstmöglich aus. Bis die Schwellen erneuert sind, fahren die Züge über die
betroffenen Stellen mit geringerer Geschwindigkeit. In einzelnen Fällen können
Streckenabschnitte auch gesperrt werden.
Die Schwellen sind durchschnittlich erst fünfzehn Jahre alt. Betroffen sind nach
derzeitigen Erkenntnissen rund 0,25 Prozent aller Betonschwellen im Netz der DB. Die Inspektionen umfassen Strecken in allen Regionen bundesweit. Erste
Schwellenwechsel haben bereits begonnen, einen umfassenden Plan erarbeitet die DB derzeit.
Bei den Arbeiten werden sich Einschränkungen wie Umleitungen oder
Fahrzeitverlängerungen nicht immer vermeiden lassen. Dafür bittet die DB alle
Reisenden um Verständnis. Aktuelle Fahrplaninformationen sind unter bahn.de oder im DB Navigator einsehbar. Quelle: DB Presse.

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Trotz schlechtem Wetter: Gleisabbruch der Ahrtalbahn im Bereich der Stadt Adenau. Das Bild entstand im April 1986. Ob es eine Chance zur Reaktivierung gibt? Foto: Görgler

VDV-Kongress: Erfolgreiche Reaktivierung von Schienenstrecken

Der VDV (Verband Deutscher Verkehrsunternehmen) veranstaltet am
27. September 2022 in Berlin einen Kongress, der Entscheidungsträgern in Stadt und Land sachdienliche Informationen liefern kann. Bereits 2020 hatte der Verband unter dem Titel „Auf der Agenda: Reaktivierung von Schienenstrecken“ ein Konzept vorgelegt, das vielen Städten und Gemeinden, aber auch Industrie- und Gewerbestandorten, den einst vorhandenen Anschluss an die Schiene zurückbringen soll. Das überwältigende Interesse der Medien sowie der politischen und gesellschaftlichen Öffentlichkeit habe gezeigt, dass die Zeit reif sei für eine deutlich verbesserte Erschließung der Fläche im schienengebundenen Personen- und Güterverkehr, so der VDV.
Zunächst soll auf dem Kongress die Reaktivierung von Schienenstrecken im Kontext der Verkehrspolitik der Bundesregierung diskutiert werden. Neben programmatischen Ansätzen zur Reaktivierung werden Praxisprojekte vorgestellt, bevor im Nachmittagsteil Finanzierungs- und Umsetzungsaspekte für künftige Reaktivierungsvorhaben erläutert und diskutiert werden. Weitere Informationen auf der VDV-Homepage.

Anmerkung: Die IG Ahrtalbahnfreunde sieht eine gute Möglichkeit und Chance, dass diese Veranstaltung beispielsweise auch der kommunalen Politik in Adenau sowie der Kreisverwaltung Ahrweiler richtungsweisende Informationen liefern könnte. Bisher ist diesbezüglich kaum Interesse aus der Johanniterstadt zu vernehmen. Zur Information: Der letzte Zug ab Bahnhof Adenau in Richtung Remagen startete am 1. Juni 1985. Danach erfolgte die Stilllegung des Bahnhofs und die sukzessive Demontage der Gleise. Jetzt, nach der Flutkatastrophe im Juli 2021, wurde in Verbindung mit dem Wiederaufbau der Ahrtalbahn bis zur aktuellen Endstation Ahrbrück wiederholt auf Kreisebene die Reaktivierung bzw. Fortführung der Bahnstrecke bis Adenau gefordert; nötig wäre jedoch auch ein zielgerichtetes Engagement der Stadt und Verbandsgemeinde Adenau. Schließlich geht es um zukunftsweisende Entscheidungen vor dem Hintergrund von Klimaveränderung und stetig steigenden Kosten der Mobilität auf der Straße: Mit Auswirkungen auf Handel, Gewerbe, Tourismus und natürlich auch den privaten Individualverkehr. Aus technischer Sicht stellt nach Ansicht der IG ein Wiederaufbau der Strecke von Ahrbrück bis Adenau auch bei leicht geändertem Streckenverlauf kein Problem dar. Wolfgang Groß, Sprecher der IG Ahrtalbahnfreunde.

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Unterwegs in Richtung Heimat: Ein Triebzug der Stuttgarter S-Bahn passiert Sinzig. Foto: Röcke

Ein bunter Gast auf der Rheinstrecke

Ein seltener Gast unter den Nahverkehrszügen in der Region rollte am Samstag, 16. Juli 2022 auf der linken Rheinstrecke: Ein vierteiliger Triebzug der Baureihe 423 der S-Bahn Stuttgart war auf dem Weg nach Süden und hatte – hier beim Passieren des Bahnhofs Sinzig um 12.23 Uhr – Remagen soeben durchfahren. Er befand sich auf Überführungsfahrt, vermutlich vom DB-Reparaturwerk Krefeld-Oppum zum Heimatstandort Plochingen. Derzeit werden von der DB-Fahrzeuginstandhaltung die 60 Stuttgarter Triebzüge der Baureihe 423 (Endwagen) und 433 (Mittelwagen) mit der Zugbeeinflussung European Train Control System (ECTS) ausgerüstet. Die Zug verkörpert das 2020 eingeführte neue Außendesign der Stuttgarter S-Bahn. Gebaut wurden die Züge zwischen 1998 und 2007.

9-Euro-Ticket: Deutlich mehr Bahnfahrten, Straße verliert kaum

14. Juli 2022. Im ersten Monat nach Einführung des bundesweiten 9-Euro-Tickets hat sich das Reiseaufkommen im Schienenverkehr deutlich erhöht.
Dies geht aus einer Sonderauswertung von Mobilfunkdaten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor. Im Juni 2022 lagen die bundesweiten Bewegungen im Schienenverkehr im Schnitt 42 % höher als im Juni 2019. Im Mai 2022 hatten sie nur um 3 % höher als im Mai 2019 gelegen. Die Daten umfassen hierbei Bahnreisen ab 30 km. Die Aktivitäten im Straßenverkehr lagen im bisherigen Jahresverlauf meist leicht über dem Vorkrisenniveau von 2019. Mit Einführung des 9-Euro-Tickets war aber nur ein moderater Rückgang zu verzeichnen. Mehr zu dem Thema in Rail Business 29/22 (cm).

Überflutete Ahrtalbahn aus Dornröschenschlaf geholt

Ein Jahr lang stand die überflutete RB Nr. 620545 auf dem Bahngelände in Kreuzberg.
Foto: Görgler
Oben: Mit Gleisjochen wurde die Bahnstrecke zwischen Kreuzberg und Ahrbrück provisorisch installiert. Unten die Arbeiten auf Höhe von Pützfeld. Fotos G. Paetz
Mittels ZWF wurde die Bahn in Richtung Ahrbrück gezogen. Foto G. Paetz
Nahe des Bahnhofs Ahrbrück wartet die Regionalbahn auf ihren Abtransport – in mehren Teilen. Foto: Jürgen Gies

29.06.2022. Seit dem verheerenden Hochwasser im Juli 2022 stand ein überfluteter dreiteiliger Zug der Regionalbahn RB 39 auf dem Bahngelände Kreuzberg. Nunmehr hat die DB ein aufwändiges Bergungsprogramm gestartet: Zwischen Kreuzberg und Ahrbrück (Endstation der bisherigen Ahrtalbahn-Strecke) wurde anstelle der weitgehend zerstörten Bahngleise eine provisorische Gleisanlage gebaut. Darauf wird die Bahn mit der Triebwagennummer 620545 derzeit mittels Zweiwegebagger (ZWF) nach Ahrbrück gezogen, Das Manöver dauert ggf. noch an, da Teilstücke des Gleises zum Zeitpunkt der Reportage noch fehlten. Voraussichtlich Mittwoch (6. Juli) soll der Zug dem Vernehmen nach in mehreren Teilen zerlegt per Tieflader abtransportiert werden. Die Schleppfahrt nach Ahrbrück war nötig, da im engen Ortskern von Kreuzberg die Passage der Tieflader problematisch gewesen wäre. Nach dieser Aktion werden die provisorisch verlegten Gleisjoche vermutlich wieder abgebaut. Ob der betroffene Zug verschrottet oder wieder hergestellt wird, war noch nicht abzuklären. Wir werden weiter berichten, danken vor allem Bahnfreund Gregor Paetz für die Bereitstellung seiner Fotos von der aktuellen Aktion, ebenso Jürgen Gies aus Berlin, der den bis zum Abtransport abgestellten Regionalzug direkt in Ahrbrück fotografieren konnte.

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Die Fotomontage der IG zeigt, wie eine Seilbahn im Bereich der „Bunten Kuh“ aussehen könnte. Die Eisenbahnfreunde haben sich mit sachlichen Argumenten an der Diskussion beteiligt

Ahrtal: Keine Seilbahn im öffentlichen Personennahverkehr

22.06.2022. Der Kreis- und Umweltausschuss (KUA) des Landkreises Ahrweiler hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit der Frage befasst, ob der Bau einer Seilbahn durch das Ahrtal eine sinnvolle Alternative zum Wiederaufbau der durch die Flutkatastrophe stark beschädigten Ahrtalbahn ist. Bereits im Rahmen der Zukunftskonferenz „Wiederaufbau Ahrtal“ im Herbst letzten Jahres wurde der Vorschlag eingebracht, anstelle des Wiederaufbaus der Schiene eine Seilbahn durch das Ahrtal zu errichten. Mehr

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Derzeit offiziell nur für Fußgänger und Radfahrer frei: Bahnübergang Heppingen – Heimersheim

Zeitweise Sperrung der Ahrtalbahn

21.06.2022
Am kommenden Wochenende (26./27. Juni ist Vollsperrung für die Bahnstrecke zwischen Remagen und Walporzheim angesagt. An diesen Tagen wird zwischen Remagen und Bad Neuenahr eine technische Zugsicherung installiert, den „Zeitweise eingleisigen Betrieb“ (ZEB). Damit entfallen Befehle für die Lokführer und es besteht eine technische Sicherung gegen Gegenfahrten. Der Betrieb wird sicherer und flüssiger. Dies sind Arbeiten unter dem Oberbegriff: Signal- und Leittechnik (LST). In diesem Zusammenhang wird dann auch der Fahrplan deutlich verbessert. Ab Montag, 27.6. verkehren die Züge halbstündlich, Remagen ab Minute 12 und 42 nach Walporzheim.

2.6.2022
Die Deutsche Bahn erneuert auf der Ahrtalbahn im Abschnitt zwischen Remagen und Walporzheim die Stellwerkstechnik und baut in diesem Zusammenhang ebenfalls den Bahnübergang der Martinusstraße in Heppingen um. Durch die Arbeiten im Gleisbereich kommt es zu zwischenzeitlichen Sperrungen der Straße. Der Bahnübergang wird voraussichtlich bis zum 27.06.2022 gesperrt werden.

Fotos vom Bereich um den Bahnübergang Heppingen sowie von der Ahrquerung mit dem Rest der ehemaligen, weggespülten Brücke sowie der nach der Flut erricheten Behelfsbrücke. Alle Fotos Ahrtalbahnfreunde/JG

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Wiederaufbau nach Plan

Im Mai 2022 präsentierte die DB Netz AG im Rahmen einer Veranstaltung an der Ahr einen detaillierten Plan zum Wiederaufbau der Ahrtalbahn bis zur Endstation Ahrbrück. Derzeit ist die Strecke von Remagen bis Walporzheim wieder in Betrieb (siehe Beitrag unten vom 13.12.2021). Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der DB Netz AG (Stefan Gleißner).


DB-Haltpunkt Ahrweiler Markt ist neugebaut und weitgehend barrierefrei – Züge fahren bis Walporzheim

13.12.2021. Seit dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2021 verkehrt die Ahrtalbahn wieder stündlich von Walporzheim nach Bonn und umgekehrt. Dieser Streckenabschnitt war seit der Flutkatastrophe vom 14. auf den 15. Juli nicht mehr befahrbar.

Bahnhof Bonn Hbf, Gleis 4

Nachdem am DB-Haltepunkt (Verkehrsstation) Ahrweiler-Markt die Firma „Strabag“ die beiden Bahnsteige in Rekordzeit von fünf Wochen barrierefrei umgebaut hatte, ist dies jetzt wieder möglich.

Die Bahnsteiglänge beträgt jeweils 140 Meter, und die standardisierte, barrierefreie Höhe 76 Zentimeter. Diese Arbeiten verliefen unter erschwerten Bedingungen. Schließlich mussten viele Maßnahmen von der parallel verlaufenden Bundesstraße ausgeführt werden. Jedoch sind die Zu- und Abgänge am Haltepunkt Ahrweiler Markt weiterhin nicht barrierefrei. Ursache ist vor allem die „Buckelbrücke“, die über die Gleise führt. Auch am Bahnhof Heimersheim hält die Ahrtalbahn jetzt wieder. Dort errichtete die heimische Holzbaufirma Hanisch in kurzer Zeit einen provisorischen Holzbahnsteig. Abfahrt der RB 30 in Walporzheim ist immer um Minute :18. Wochentags verlässt der erste Zug Walporzheim um 05.04 sowie um 06.18 Uhr stündlich. Sonntags verkehrt die Ahrtalbahn dort ab 07.18 Uhr.

Nur fünf Monate Bauzeit

Nur fünf Monate nach den verheerenden Überschwemmungen im Ahrtal ist die Strecke der Ahrtalbahn bis Walporzheim wieder zweigleisig befahrbar. Für die Bahntrasse Ahraufwärts sind die Verhältnisse dann weit schwieriger. Jedoch äußerten sich alle Redner/Innen klar und übereinstimmend zum Wiederaufbau – und einer Elektrifizierung der Ahrtalbahn bis Ahrbrück. Hatten schließlich anlässlich der Eröffnungsfahrt von Remagen bis Ahrweiler am 08. November dieses Jahres auch die Rheinland-Pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer, der damalige Bundes-Verkehrsminister Andreas Scheuer sowie DB Infrastruktur-Vorstand Ronald Profalla klare Bekenntnisse zum Wiederaufbau der Ahrtalbahn bis Ahrbrück gegeben. Diese Zusagen wurden am Bahnstieg Ahrweiler-Markt jetzt einhellig vertieft. Unter den Gästen auch die Freunde der Ahrtalbahn, um deren Sprecher Wolfgang Groß. Auf den Punkt brachte es die bisherige Staatssekretärin und künftige Ministerin des zuständigen Ministeriums, Katrin Eder, welche die Eisenbahn als Rückgrat der Verkehrswende bezeichnete: „Beim Wiederaufbau der Ahrtalbahn arbeiten wir mit Hochdruck für eine Elektrifizierung der Strecke,“ führte Eder aus. Dies brauche man nicht mehr zu diskutieren.

Bahnsteig Richtung Bad Neuenahr

Elektrifizierung wird kommen

„Die Elektrifizierung wird kommen“, so Katrin Eder unmissverständlich. Am Ende solle der Neuaufbau der Ahrtalbahn eine zukunftsfähige und vollständig modernisierte Regionalbahn sein. Thorsten Müller, Verbandsdirektor des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz (SPNV) Nord hatte bei seiner kurzen Begrüßung die hohe Bedeutung der Ahrtalbahn und die Wichtigkeit eines vollständigen Wiederaufbaus betont. Es gebe noch sehr viel zu tun. Schließlich seien oberhalb Walporzheim acht Brücken, die gesamten Gleisanlagen sowie Bahnübergänge und Stellwerke zerstört.

Die neuen Bahnsteiganlagen in Ahrweiler Markt ermöglichten es nun den Reisenden, endlich stufenfrei ein- und auszusteigen. Dies wurde seit über 30 Jahren gefordert, war also mehr als überfällig und konnte nun endlich realisiert werden. Die noch fehlenden Wetterschutzhäuser sollen folgen.

Inbetriebnahme zweites Gleis Remagen – Bad Neuenahr unbestimmt

Die Instandsetzung des zweiten Gleises von Bad Neuenahr nach Remagen kann erst erfolgen, wenn sich die Stadt Bad Neuenahr mit dem Land über die endgültige Lage der Haltepunkte im Bereich Heimersheim einig ist. Am ehemaligen Bahnhof Heimersheim ist eine barrierefreie Überführung über die Ahr bis Heimersheim kaum zu realisieren. Die Ortsteile Lohrsdorf und Heppingen haben den Vorschlag gemacht, in ihrem Bereich zwei neue Haltepunkte zu bauen, die jeweils auch Heimersheim anschließen könnten.

Sicherungstechnik der eingleisigen Strecke

Um den Betrieb auf der eingleisigen Strecke zwischen Bad Neuenahr und Remagen flüssiger und sicher zu machen, ist die DB Netz bestrebt, so schnell wie möglich die Sicherungstechnik „Zeitweise eingleisiger Betrieb“ (ZEB) zu installieren. Spätestens danach kann wieder über ein zweites Zugpaar pro Stunde gesprochen werden.

Peinlich – DB musste Fahrplan nach drei Tagen eindampfen

30.11.2021. Leider waren die ersten Tage mit Bahnverkehr im Ahrtal nicht dazu angetan, Vertrauen in einen schnellen und modernen Wiederaufbau zu schaffen. Am 08.11.2021 wurde der Zugverkehr auf der flutzerstörten Ahrtalbahn im ersten Abschnitt von Remagen nach Ahrweiler provisorisch wiedereröffnet. Der Fahrplan der Linien RB 30 und 39 – beide sollten im Stundentakt verkehren – erwies sich jedoch schnell als unrealistisch. Als Grund nennt die DB „technische Unregelmäßigkeiten an Bahnübergängen, eine Langsamfahrstelle und einscherende Baufahrzeuge“. Zudem bräuchten die Sicherheitsvorkehrungen auf der derzeit nur eingleisig nutzbaren Strecke mehr Zeit als kalkuliert.

Wie konnte es zu solchen Planungsfehlern kommen?
Die Verspätungen und Zugausfälle auf der Ahrtalbahn waren für praxiserfahrene Eisenbahnerinnen und Eisenbahner vorhersehbar und hätten vermieden werden können. Zwar wurde in den letzten Monaten ein Gleis von Remagen bis Bad Neuenahr sehr rasch von der renommierten Fachfirma Leonard Weiss wieder aufgebaut, die Sicherungstechnik wurde jedoch nicht auf die Eingleisigkeit ausgerichtet und modernisiert. Dies hat zur Folge, dass ein zeitlich aufwändiges Sicherungsverfahren mittels fernmündlichen Zugmeldungen und schriftlichen Befehlen durchgeführt werden muss.

Es stellt sich die Frage, warum die DB Netz nicht die letzten Monate auch dafür genutzt hat, für den langen eingleisigen Abschnitt eine sichere und schnellere Methode zur Betriebsabwicklung zu planen und einzurichten. Durch den Einbau von Weichen in Heimersheim hätte z.B. der eingleisige Abschnitt verkürzt werden können oder durch Techniken für eingleisige Strecken wäre eine Signalisierung zum schnelleren Betriebsablauf möglich gewesen.

Bei der Eröffnung vor wenigen Tagen habe ich schon kritisiert, dass hinsichtlich des weiteren Aufbaus der Eisenbahninfrastruktur außer der Ankündigung, bald wieder bis Walporzheim zu fahren, keine Zeitschienen genannt wurden. Dazu wurde weder etwas zum Wiederaufbau des zweiten Gleises von Bad Neuenahr bis Remagen noch von der Strategie zum Bau der Oberahrtalbahn bis Ahrbrück mitgeteilt. Dabei sollte es doch für ein -auch international tätiges – Unternehmen wie der DB möglich sein, hierzu konkretere Aussagen zu treffen.

Um kurzfristig Stabilität in den Fahrplan zu bringen und wieder zwei Züge je Stunde und Richtung, dann aber im Abstand von ca. 30 Minuten von und nach Ahrweiler, anbieten zu können, wäre wahrscheinlich eine vorübergehende Kappung der durchgehenden Verbindung der RB 30 in Remagen notwendig. Diese Linie erleidet nach wie vor auf der Rheinstrecke zwischen Bonn und Remagen zum Teil erhebliche Verspätungen. In Verbindung mit dem eingleisigen Abschnitt auf der Ahrtalbahn kommt es dann zu weiteren betrieblichen Problemen, auch durch die Kurzwende in Ahrweiler. Bei dem Aufbrechen der Linie in zwei Teile könnte man diese betrieblichen Probleme zumindest bis zum Aufbau des zweiten Gleises lindern.

Bis Mitte nächsten Jahres sollte es der DB Netz aber möglich sein, das zweite Gleis zwischen Remagen und Bad Neuenahr wieder herzustellen. Dann könnte das Zugangebot wie früher geplant auf drei Züge in der Stunde je Richtung erhöht und die durchgehende Verbindung nach Bonn wieder eingerichtet werden.

Ahrtalbahn fährt wieder bis Ahrweiler

Am 8. November 2021 wurde der Zugbetrieb auf dem Teilstück Remagen – Ahrweiler wieder aufgenommen. Dies war Anlass für viel Prominenz, mit einem der ersten Züge nach Ahrweiler zu fahren.

Traditionsgemäß reisten Bundesverkehrsminister (amtierend) Scheuer, Infrastrukturvorstand DB Profalla mit dem Auto nach Remagen an (und von Ahrweiler natürlich auch wieder ab). Leider blieb neben einigen allgemeinen Redebeiträgen kaum Zeit für die Verkehrspolitiker, sich einmal den chaotischen Betriebsablauf am ersten Betriebstag und die nicht vorhandene digitale Welt der Sicherungstechnik auf unteren Ahrtalbahn mal anzuschauen.

Es ist einfach ein Rätsel, warum man solch eine Veranstaltung am allerersten Betriebstag durchführen muss, wenn alle Personale noch mit den neuen betrieblichen Bedingungen zu kämpfen haben, leidtragend wie so oft dabei die Tf, Fdl, Disponenten und örtliche Betriebsleiter. Solch eine Planung zeugt wohl auch davon, wie wenig Sachverstand in oberen Bahnetagen vorherrscht.

Positiv ist es auf jeden Fall, das zumindest die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler wieder an das Streckennetz der DB angeschlossen worden ist, wenn auch nur eingleisig zwischen Remagen und Bad Neuenahr.

Die Gleisbaufirma Weiß hat im Bereich Heimersheim auf ca. 1 km den Oberbau komplett erneuert und aufgebaut. Die Sicherungstechnik ist dagegen noch nicht modernisiert, die Zustimmung für die Züge erfolgt für die Fahrten auf dem Gegengleis mittels Befehlen. Dafür wurden Personalverstärkungen auf den Stellwerken Nf und der Blockstelle Bad Bodendorf durchgeführt.

Leider gab es seitens der DB und des Bundesverkehrsministers keinerlei Hinweise, in welchen Schritten der weitere Aufbau wieder erfolgen soll, die Aussagen blieben im Ungefähren. Konkret wurde jedoch die Wiederaufnahme des Betriebs bis Walporzheim für Mitte Dezember in Aussicht gestellt. Zur Zeit werden die Bahnsteiganlagen in Ahrweiler-Markt modernisiert, eine sehr langjährige Forderung auch der Ahrtalbahnfreunde.

Der aktuelle Fahrplan sieht zwei Züge je Stunde und Richtung vor, die sich leider im 10 Minuten Abstand folgen. Sinnvoll wäre es, bessere Angebote zu machen. Dies ist auf Grund der betrieblichen Umstände derzeit schwierig, sollte aber im Blick behalten werden.

Vor dem zweigleisigen Wiederaufbau zwischen Remagen und Bad Neuenahr muss nun geklärt werden, welche Haltepunkte erhalten bleiben bzw. neu gebaut werden sollen. Der alte Hp Heimersheim liegt zu den Ortsteilen Heimersheim, Lohrsdorf (keine Fußgängerwege) und Heppingen ungünstig, ein Brückenneubau an alter Stelle kommt nicht in Frage.

Die Freunde der Ahrtalbahn und Anwohner hatten daher schon vor Wochen den Vorschlag gemacht, zwei neue Haltepunkte einzurichten: Lohrsdorf (auch für Green/Heimersheim Süd) und Heppingen (auch für Heimersheim Nord). Im ersten Schritt ist nun die Stadt Bad Neuenahr gefordert, hierzu schnell eine Aussage zu treffen. Beide Haltepunkte könnten an Bü’s gebaut werden, so das ein barrierefreier Zugang möglich wäre. Bei Auflassung des alten Haltepunktes könnte das ahrseitige Gleis näher an das bergseitige herangerückt werden, sicherlich ein Vorteil.

Es wäre für die Qualität der Zugverkehre sicher auch ein wichtiger Schritt, wenn der untere Streckenabschnitt der Ahrtalbahn so rasch wie möglich mit moderner Signal- und Leittechnik ausgerüstet werden könnte.

Oktober 2021 – Bilder von der zerstörten Ahrtalbahn

Hier einige Bilder zur Zerstörung der Ahrtalbahn – weitere Bilder unter folgendem link: http://ustumm.diskstation.me/photo/share/qrapk7yn

Stellwerk Kreuzberg im Oktober 2021
Zwischen Kreuzberg und Altenahr

Höhe Altenburg

Notwendige Maßnahmen zum Wiederaufbau der Ahrtalbahn

Mayschosser Bogen
wie vor
Tunnel Mayschoss in Richtung Rech
wie vor
Zerstörte Brücke in Höhe Marienthal

Ahrtalbahnfreunde schreiben an Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Ministerin Anne Spiegel und alle MdL und MdB aus der Region

Wiederaufbau und Modernisierung so rasch wie möglich

Sehr geehrte Frau Ministerpräsidentin,

wie sicherlich bekannt ist, sind die Ahrtalbahnfreunde seit über 20 Jahren aktiv bei Fragen und allen Themen rund um die Entwicklung der Bahnstrecke Remagen – Ahrbrück.

In Folge der Hochwasserkatastrophe im Juli dieses Jahres liegt der Schwerpunkt unseres Engagements auf der raschen Wiederherstellung dieser für den Kreis Ahrweiler unverzichtbaren Schienenverbindung.

Da es bislang von Seiten der DB Netz AG kaum Informationen über die Schäden und zeitliche Planungen zur Wiederherstellung und Befahrbarkeit der Strecke gibt, haben wir uns mit Unterstützung von Experten selbst einen Eindruck der aktuellen Schadensbilder verschafft und daraus erste notwendige Überlegungen für einen raschen Wiederaufbau abgeleitet.

Wir möchten mit diesem Brief und unseren Vorschlägen keinesfalls den Verantwortungsbereich von Frau Ministerin Anne Spiegel übergehen. Da diese Themen aber nach unserer Meinung nahezu alle Bereiche ihrer Ministerien und Behörden und gegebenenfalls auch Bundesrecht umfasst, wenden wir uns direkt an Sie, verehrte Frau Ministerpräsidentin, und bitten um Unterstützung.

Im Mittelpunkt unserer Betrachtungen steht der am schwersten betroffene Abschnitt der Ahrtalbahn zwischen Walporzheim und Ahrbrück. Um hier so rasch wie möglich einen modernen und sicheren Wiederaufbau zu realisieren, sind nach unseren Überlegungen folgende Maßnahmen unverzichtbar.

Kompletter Neubau

Das Schadensbild auf der Oberahrstrecke (Walporzheim – Ahrbrück) umfasst nahezu durchgehend die gesamte Streckenführung mit den Bereichen Brücken, Dämmen, Stützmauern, Bahnübergänge und Oberbau. Ziel beim Wiederaufbau sollte ein möglichst hochwassersicherer Bau mit einer durchgehenden Erhöhung der Streckengeschwindigkeit auf mindestens 80 km/h sein. Dazu ist es notwendig, an einigen Stellen Linienverbesserungen durchzuführen und Weichen mit anderen Radien einzubauen. Zur Linienverbesserung ist auf Grund der früheren Zweigleisigkeit an vielen Stellen genügend Platz vorhanden.

Für die Sicherung der Zugfahrten sollte für die gesamte Strecke ein modernes und digitales zentrale Stellwerk eingerichtet werden.

Zugangebot nach Wiederaufbau

Um, wie auch im Deutschlandtakt geplant, zukünftig einen durchgehenden Verkehr von und nach der Ahrstrecke mittels Flügelung in Remagen bzw. Ankupplung an die elektrischen Züge der Rheinstrecke zu ermöglichen, sind die infrastrukturellen Voraussetzungen zu schaffen. Ziel wäre es, dies durch eine Elektrifizierung der Ahrstrecke oder den Einsatz kompatibler Hybridfahrzeuge zu realisieren. Die Entscheidung über die Zielrichtung sollte landesseitig zeitnah getroffen werden, um beim Wiederaufbau die notwendigen technischen Voraussetzungen zu schaffen.

Die Strecke zwischen Walporzheim und Ahrbrück war eingleisig. Wir gehen davon aus, dass auf Grund der Enge im Ahrtal der Wiederaufbau wieder eingleisig erfolgen wird. Zur Verbesserung des Fahrplanangebotes und besserer Qualität halten wir aber eine zusätzliche Kreuzungsmöglichkeit in Mayschoß für notwendig.

Problembereich Planfeststellung

Nach unseren Feststellungen ist zwischen Walporzheim und Ahrbrück nahezu durchgehend ein kompletter Neubau der Strecke notwendig. Aus technologischer Sicht ist dies anspruchsvoll, aber leistbar. Die Durchführung von Planfeststellungsverfahren ist aus unserer Kenntnis nicht notwendig, da wohl der Wiederaufbau in einem räumlich begrenzten Korridor auf der bisherigen Trassenführung erfolgen wird. Einschlägig zum Verzicht auf Planfeststellungsverfahren ist in diesem Fall der im September 2021 eingefügte Passus im § 18 Abs 1 Satz 5 Allgemeines Eisenbahngesetz (AEG). Diese Regelung ist die Grundlage, den Wiederaufbau sehr rasch, ohne die mit Planfeststellungsverfahren verbundenen teilweise jahrelangen Verzögerungen und hohen administrativen Hürden durchführen zu können.

Ausschreibungen der Leistungen

Auch im Bereich der Ausschreibungen sollte es für den Bereich des Wiederaufbaus der Schienenverkehrsverbindung im Ahrtal Erleichterungen geben. Ab bestimmten Kosten sind normalerweise europaweite Ausschreibungen vorgeschrieben. Dies ist ein aufwändiges und langes Verfahren und ob geeignete Fachfirmen zum Zuge kommen, ist ungewiss. Uns ist bekannt, dass seitens des Bundesministeriums für Verkehr (BMVI) für die von der Katastrophe betroffenen Strecken eine Ausnahmeregelung für Ausschreibungen der Bauleistungen bis zum Ende des Jahres 2021 erlassen wurde. Diese Regelung muss bis zu einem von der DB Netz prognostizierten Datum zum vollständigen Wiederaufbau der Strecke verlängert werden.

Planungen des Wiederaufbaus

Für den Wiederaufbau der Straßenverbindungen wurde in Sinzig eine Stelle nur für die Straßenbauverwaltung eingerichtet. Nach unserer Meinung ist aber eine enge Zusammenführung der gesamten Planung aller Verkehrswege (Straße, Schiene, Radwege) unter engsten Einbezug der Wasserwirtschaft (u.a. Hydrologie) notwendig. Wie dies bei den unterschiedlichen Örtlichkeiten der Standorte der verschiedenen Planungsbereiche gewährleistet werden soll, ist aus unserer Sicht fraglich.

In Anbetracht der bundesweit fehlenden Planungskapazitäten auch für den Bahnbereich sind besondere Anstrengungen notwendig, entsprechende Ressourcen sicherzustellen. Dabei sollte die besondere Notsituation in der Ahrregion berücksichtigt und bewertet werden, um geeignetes Fachpersonal von anderen Großbaustellen für mehrere Jahre zu akquirieren und für den Wiederaufbau der Ahrtalbahn einzusetzen. Leider scheint seitens der für den Infrastrukturneubau zuständigen DB Netz wenig Engagement und Interesse an solchen Maßnahmen zu bestehen. Der Gedanke liegt nahe, dass seitens der Konzernleitung der DB Netz die notwendigen Aufbauplanungen und der Einsatz von entsprechenden Fachfirmen für den Wiederaufbau „einer Nebenbahn“ nicht prioritär behandelt werden.

Unklar ist für uns auch, wer für die planerische und technische Koordinierung aller Verkehrsträger und der Wasserwirtschaft verantwortlich ist.

Wir sind sehr interessiert daran, zukünftig in diesen Fragen mit ihren verantwortlichen Stellen im Dialog zu bleiben. Ein rascher, sicherer und moderner Wiederaufbau der Ahrtalbahn ist für die Bürgerinnen und Bürger der Region unverzichtbar. Wir unterstützen nachdrücklich die Bemühungen und Forderungen der Kommunen und des Kreises für die Stärkung ökologischer Verkehrsangebote wobei die Schiene das Rückgrat im Ahrtal bildet.

3. Oktober 2021 Pressemitteilung des Zweckverbandes SPNV Nord Koblenz

Wiederaufnahme des Zugverkehrs

Fahrgäste können ab 08.11.2021 wieder Nahverkehrszüge bis nach Ahrweiler nutzen – der Schienenersatzverkehr passt sich dem auch mit einem neuen Konzept mit dem Knoten Ahrweiler an.

Auf der infolge der Hochwasserkatastrophe von Mitte Juli erheblich zerstörten Strecke der Ahrtalbahn wird ab Montag, 8. November wieder Zugverkehr zwischen Remagen und Ahrweiler angeboten. Dabei wird die Linie RB 30, die derzeit nur zwischen Bonn Hbf und Remagen pendelt, auch den Abschnitt Remagen – Ahrweiler bedienen. Außerdem wird die Linie RB 39 in diesem Bereich der Ahrtalbahn verkehren. Die beiden Linien zusammen bieten ein Angebot von zwei Zügen pro Stunde.

Sobald der provisorische Bahnsteig in Heimersheim im Dezember gebaut ist, können die Züge auch dort halten. In Folge der noch nicht richtig vollständig nutzbaren Infrastruktur besteht in Bad Bodendorf die Besonderheit, dass diese Station in Fahrtrichtung Ahrweiler nur von der Linie RB 30 bedient werden kann. In der Gegenrichtung halten aber die beiden Linien dort.

Der ab 08.11. bis 11.12.2021 gültige Fahrplan der RB 30 und RB 39 ist der beigefügten Kundeninfo zu entnehmen. Digital ist er insbesondere über www.bahn.de/reiseauskunft bzw. www.bahn.de/aktuell und über die App „DB Navigator“ abrufbar.

„Damit die Fahrgäste ab 08.11. wieder mit dem Nahverkehrszug in einer ersten Stufe im Ahrtal mobil sind, haben sich die Baufachleute der DB und deren beauftragte
Unternehmen mächtig ins Zeug gelegt. Deswegen gilt Ihnen mein großer Dank.
Ich freue mich auch sehr, dass bei DB Regio und im SPNV-Nord viele Hände daran gearbeitet haben, dass sogar 2 Züge pro Stunde möglich sind,“ so Katrin Eder, Staatssekretärin im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität des Landes Rheinland-Pfalz.
„Es ist mehr als nur ein großartiges Signal an die Fahrgäste, dass die Nahverkehrszüge wieder von Remagen bis Ahrweiler fahren können. Die öffentliche Mobilität normalisiert sich wieder ein kleines Stückchen. Mein großer Dank gilt allen, die hier die Heraus-forderungen gemeistert haben. Sobald die Bahnsteige in Ahrweiler Markt barrierefrei gebaut sind, können Fahrgäste die Züge sogar ab/bis Walporzheim nutzen,“ so Horst Gies, MdL, Erster Kreisbeigeordneter Landkreis Ahrweiler.

Auf dem neuen Fahrplan der Ahrtalbahn aufbauend wird das bisherige SEV-Konzept in enger Abstimmung mit dem Landkreis Ahrweiler dahingehend angepasst, so dass in Ahrweiler jeweils schnelle Anschlüsse in Richtung Dernau/Mayschoß, Gelsdorf und Ahrbrück entstehen. Im Schülerverkehr werden zahlreiche Zusatzfahrten eingesetzt.

Das neue SEV-Konzept umfasst folgende Linien:

• SEV-Linie 1: Ahrweiler – Walporzheim – Marienthal – Dernau – Rech (Ahr) – Mayschoß
• SEV-Linie 3: Ahrweiler – Gelsdorf – Altenahr – Kreuzberg (Ahr) – Ahrbrück
• SEV-Linie 5: Dernau – Gelsdorf
• SEV-Linie 6: Remagen – Bad Bodendorf – Lohrsdorf – Heimersheim –
Bad Neuenahr

Das neue SEV-Konzept funktioniert wie folgt:

SEV-Linie 1:
Der Abschnitt Mayschoß – Ahrweiler erhält mit dieser Linie stündlich schnelle Anschlüsse zur RB 30 und RB 39, also nach Bad Neuenahr, Remagen oder Bonn. Dernau und
Walporzheim werden mit zwei SEV-Fahrten pro Stunde an die Eisenbahn angebunden.

SEV-Linie 3:
Ahrbrück, Kreuzberg und Altenahr werden mit dieser Linie in Gelsdorf sowohl an die Linie 848 nach Meckenheim als auch in Ahrweiler an die RB 30 nach Remagen und Bonn angeschlossen.

SEV-Linie 5:
Die bisherige SEV-Linie 5 bleibt erhalten und verbindet Dernau auf direktem Wege mit Gelsdorf. In Dernau stellt sie Anschluss zur SEV-Linie 1 nach Rech und Mayschoß her.

SEV-Linie 6:
Trotz der wieder in Betrieb genommenen Ahrtalbahn kommt die neue SEV-Linie 6 hinzu. Sie hat die Hauptaufgabe, den noch nicht bedienbaren Bahn-Halt Heimersheim sowie die teilweise ausfallenden Bahn-Halte in Bad Bodendorf zu bedienen. In Remagen stellt sie den Anschluss an die RB 26 nach Bonn/Köln sowie den RE 5 (RRX) nach Koblenz her. In Bad Neuenahr ist sie mit den lokalen Buslinien verknüpft.

Die Fahrpläne des neuen SEV-Konzepts sind im Laufe der Woche (KW 44) über die genannten elektronischen Auskunftssysteme abrufbar.

Verbandsdirektor Thorsten Müller ist mit der Verteilung der beiden Nahverkehrszüge in den 60 min noch nicht zufrieden: „Auch vor dem Hochwasser sind die beiden Züge nicht gleichmäßig gefahren, sondern in einem 20/40 min Abstand. Eigentlich sollten ab
Dezember 2021 3 Züge pro Stunde alle 20 min fahren. Das wird aber erst im Sommer 2022 möglich werden. Vorher arbeiten wir mit DB Regio an einer besseren Verteilung der 2 Züge. Das dargestellte Buskonzept ist ein weiterer Zwischenzustand, denn die Hoffnungen liegen darauf, dass in naher Zukunft über die B 267 Busse direkt von Remagen bis nach Ahrbrück fahren können.“

Der SPNV-Nord bittet die Fahrgäste, sich mit den neuen Fahrplänen vertraut zu machen und Anpassungswünsche mitzuteilen.

Ansprechpartner beim SPNV-Nord:
Thomas Nielsen
Tel.: 0261/3029-1801
E-Mail: t.nielsen@spnv-nord.de

Ergänzung von den Ahrtalbahnfreunden

Der Zugverkehr auf dem „falschen Gleis“ von Bad Neuenahr nach Remagen wird mittels Befehlen durchgeführt. Mit dem Fahrplanangebot, zwei Züge kurz hintereinander, sind wir nicht zufrieden. Hier muss eine Änderung mit besseren Anschlüssen in Remagen erfolgen


Juli 2021

Drei Wochen nach der Flut

5. August 2021

Auch drei Wochen nach der Sturzflut an der Ahr gehen die Aufräumarbeiten weiter. DB Netz hat heute mitgeteilt, das voraussichtlich Ende des Jahres die Strecke von Remagen bis Walporzheim befahren werden kann. 

Dies war zu erwarten und ist ein erster guter Schritt. Weitere müssen folgen. Wir bleiben aktiv an der Schiene.

Ausruhen auf Schwellen in Dernau

Wir konnten vor einigen Monaten alle Stellwerke und Signale fotografieren. Diese Bilder werden wir nach und nach einstellen. Wir gehen nicht davon aus, das die Stellwerke Dernau und Kreuzberg nochmal genutzt werden müssen. 

Naturkatastrophe an der Ahr – Ahrtalbahn weitgehend zerstört

20. Juli 2021

Wolfgang Groß

Die Bilder von den Zerstörungen durch die Flutkatastrophe in der Ahrregion sind wohl allen bekannt und bedrückend.

Die Infrastruktur der Ahrtalbahn ist weitgehend zerstört. Nahezu alle Brücken, viele Durchlässe,  Stützmauern, Bahnsteige und der Oberbau sind von den Flutwellen weggerissen oder so schwer beschädigt worden, das Neubauten notwendig werden.

Auf dem Abschnitt von Remagen bis Ahrweiler ist besonders der Bereich an der Ortslage Heimersheim betroffen. Ab Walporzheim ist der gesamte Gleiskörper mehr oder weniger so zerstört, so das ein kompletter Neuaufbau notwendig ist.

So grausam die Zerstörungen sind, so sollte auch bei den Planungen nach vorne geschaut werden. Die Ahrtalbahn ist wichtig und muss wiederhergestellt werden. Allen Diskussionen um Verkürzungen oder Stilllegungen sind Einhalt zu gebieten!

Die Chance für eine echte Modernisierung der gesamten Gleisanlagen sowie der Leit-und Sicherungstechnik sollte ergriffen werden. Dazu gehört auch die Überlegung für eine Elektrifizierung zumindest bis Dernau. Von Dernau bis Ahrbrück könnten die Tunnelbereiche für E-Betrieb zu klein dimensioniert sein, dies sollte jetzt mit der Machbarkeitsstudie schnellstens geprüft werden.

Dafür setzen sich die Ahrtalbahnfreunde ein.

Die Meinung dazu findet man auch im podcast unter dem link: http:langsamfahrt.de/22/

Bilder von der früheren Ahrtalbahn findet man komprimiert auch bei Drehscheibe online unter: https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,9790819

Bilder von der Zerstörung, aus der Zeit unmittelbar nach dem 15. Juli 2021, hier wird das Ausmaß der zu leistenden Aufbauarbeiten deutlich:

Blick aus Richtung Remagen auf die Brücke der A 61, rechts die Trasse der hier stark betroffenen Ahrtalbahn
Blick aus Richtung Bad Neuenahr auf den Bereich des Haltepunktes Heimersheim, der wie die dahinter liegende Fußgängerbrücke nach Heimersheim total zerstört wurde.
Hp Walporzheim, von der Umgehungsstraße aus gesehen, wo Müll zwischengelagert wurde
Zwischen Walporzheim und Dernau, an der Bunten Kuh
Ebenfalls Brücke über die Ahr an der Bunten Kuh
Blick von der Saffenburg auf die ehemalige Brücke über die Ahr zwischen Tunnel Mayschoß und Rech
Wie vor, die Bundesstraße ist ebenfalls schwer getroffen
Brücke im Bereich Altenahr hinter dem Tunnel und vor dem Haltepunkt
Aufraumarbeiten im östlichen Bereich des Bahnhofs Dernau auf der Bundesstraße
wie hier im Bf Gerolstein sind zwei LINT-Triebwagen im Bf Kreuzberg eingeschlossen worden


Stammtische ausgesetzt
Wegen der Naturkatastrophe u.a. im Kreis Ahrweiler setzen wir alle Stammtische aus. 

Gleisanschluss Apollinaris in Bad Neuenahr. Das Unternehmen plant am Standort Bad Neuenahr derzeit keine Reaktivierung
von Willi Tempel

 In der April Ausgabe berichtet die Bahn-Fachzeitung „Eisenbahn-Kurier“, dass die Firma „Coca-Cola European Partners Deutschland GmbH“ wieder plant, zunehmend Langstrecken-Transporte auf die Schiene verlagern. Im Jahr 2020 hat das Unternehmen durch die Verlagerung von Langstreckentransporten auf die Schiene deutschlandweit 1,7 Millionen LKW-Kilometer und 1.000 Tonnen CO2 eingespart. Zu diesem Unternehmen zählt seit einigen Jahren auch der frühere Apollinaris-Standort Bad Neuenahr. Diesen hat Coca-Cola im Jahr 2006 erworben. Hier werden neben Mineralwasser auch verschiedene andere Produkte abgefüllt. Dort existiert noch ein Gleisanschluss (Werksbahn nach § 2, Abs. 8 Allgemeines Eisenbahngesetz). Kurz hinter dem Bahnhof Bad Neuenahr in Richtung Rhein zweigt dieses Gleis auf das Apollinaris-Werksgelände ab, und führt vor dem heutigen Absperrzaun zweigleisig auf das Betriebsgelände. Hierfür besteht ein Infrastrukturanschlussvertrag (IAV) mit der DB Netz AG, zumindest bis zur Umsetzung des in Planung befindlichen Elektronischen Stellwerks (ESTW) auf der Ahrtalbahn.

Gleisanschluss Apollinaris in Bad Neuenahr, kurz vor dem Werkstor (Foto Willi Tempel)

Im ersten Schritt soll hierbei zunächst ohnehin nur der ESTW-Abschnitt von Walporzheim Ahraufwärts bis Ahrbrück umgesetzt werden. Die zunehmenden Diskussionen um den wachsenden CO2-Ausstoß, aber auch LKW-Unfälle würden es nahelegen, diesen Anschluss wieder in Betrieb zu nehmen. Blick Aktuell fragte nach beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA) sowie bei der Pressestelle von Coca-Cola, ob es Überlegungen des Unternehmens gebe, diesen Bahnanschluss kurz- oder mittelfristig wieder in Betrieb zu nehmen – was aus den geschilderten Problemen sicher auch vor Ort begrüßt würde.

Nicht betriebsfähig

Die Pressestelle des Hauses Coca-Cola teilte hierzu jetzt mit: „Derzeit sind die Gleise bei Coca-Cola in Bad Neuenahr nicht betriebsfähig. Wegen unseres geringen Volumens für Langstreckentransporte planen wir aktuell nicht, die Betriebsfähigkeit wieder herzustellen. Wir sind aber sehr froh, mit dem intermodalen Verkehr – einer Kombination aus langen Schienentransfers und kurzen Straßentransporten – eine nachhaltigere Lösung für unsere Langstreckentransporte mit überschaubarem Volumen gefunden zu haben. So war es uns bereits 2020 in Bad Neuenahr möglich, 100 Tonnen CO2 einzusparen.“ (Anm. d. Red.: Intermodaler Verkehr ist eine Sonderform des multimodalen Verkehrs, beschreibt eine mehrgliedrige Transportkette, und betrifft sowohl den Personen- als auch Güterverkehr. Im Personenverkehr werden hierbei innerhalb einer einzigen Reisekette verschiedene Verkehrsmittel verknüpft). 

Direkt neben dem Gleisanschluss verläuft die Ahrstrecke (Foto Willi Tempel)

Schienengüternetz der Firma Coca Cola

Coca-Cola plant, hierzu bis Mitte des Jahres mit DB (Deutsche Bahn) Cargo ein bundesweites Schienengüternetz aufzubauen. In der Tat arbeite man daran, „unsere Treibhausgasemissionen zu reduzieren, und setzen dazu bei unseren Langstreckentransporten zwischen unseren Standorten zunehmend auf die Schiene – auch in Bad Neuenahr. Da wir in Deutschland jedoch weitgehend regional produzieren und ausliefern, ist unser Transportvolumen für Langstrecken gering. Deshalb nutzen wir an unseren Standorten intermodale Verbindungen, d.h. eine Kombination aus langen Schienentransfers und kurzen Straßentransporten von und zu den Umschlagbahnhöfen“. Mit den Bahntransporten ab Bad Neuenahr habe man so bereits 2020 die eingangs genannte Summe von über 100 Tonnen CO2 eingespart.  Die Pressestelle des Einbahnbundesamtes (EBA) teilte hierzu auf Nachfrage von Blick Aktuell mit, dass in Bezug auf den fraglichen Bahnanschluss beim Eisenbahn-Bundesamt bislang kein Förderantrag gestellt wurde. Hierbei handele es sich auch um eine Angelegenheit der Landeseisenbahnaufsicht. Diese läge in den Händen des Landesbehörden Rheinland-Pfalz.

Dezember 2020 Aktuelles zur Ahr- und Rheintalbahn

Bahnsteige für RRX-Halt in Bad Breisig und Sinzig

Hier kommt es zu weiteren Verzögerungen. Der Abschluss der Arbeiten am Bahnhof Bad Breisig soll voraussichtlich im dritten Quartal 2023 erfolgt sein. In Sinzig, so der Bahnsprecher auf Rückfrage von Blick Aktuell weiter, sei die vollständige Nutzung auf 170 Metern bereits möglich. Die letzten drei Türen des RXX müssen jedoch bis zur Erweiterung des Bahnsteigs (voraussichtlich 2023) geschlossen bleiben.

Bahnhof Remagen

Hierzu teilte die DB-Pressestelle mit, dass Umbau und Modernisierung der Bahnsteige 2 und 3 sowie des entsprechenden Bahnsteigdaches bereits abgeschlossen wurden. Zusätzlich wurden Oberbauarbeiten an Gleis 2 und 3 erledigt, und die Beleuchtung erneuert. Gleis 1 und der Fahrstuhl dort sind ebenfalls in Betrieb. Die Arbeiten zur Sanierung des historischen Bahnsteigdachs am Hausbahnsteig in Remagen wurden, so DB, Anfang Mai – nachdem die Genehmigung durch das Landesamt für Denkmalpflege vorlag – aufgenommen. Dafür wurde das Dach zunächst zurückgebaut, um den Schädigungsgrad zu analysieren. Aufgrund strenger Denkmalschutzauflagen, die bspw. eine Sandstrahlung ausschließen, ist die Restaurierungsarbeit der Stützen deutlich zeitaufwendiger, als vor dem Rückbau veranschlagt. Die zeitaufwendige Bearbeitung der Stützen und die zusätzliche Abstimmung mit der Denkmalpflege bedingen eine Verschiebung der vollständigen Fertigstellung des Bahnhofs im kommenden Jahr.

Bahnhof Oberwinter

Der Bahnsteig wird, so die Bahn, voraussichtlich nach dem Ende der Sperrpause, Anfang Februar 2021, in voller Länge für die Reisenden in Nutzung gehen. Hier gibt es jedoch Beschwerden von Bahnnutzern und der Initiative Bahnhof Oberwinter, weil die provisorische Bushaltestelle derzeit 320 Meter vom Bahnhof entfernt liege, und die Anschlussbusse wegen knapper Übergangszeiten nur schwer erreichbar seien. In dieser Sache habe die Stadtverwaltung Remagen eine Verlegung durch eine Halbierung der Distanz zwischen Bahnhof und Bushaltestelle jedoch kategorisch abgelehnt.

Reaktivierung von Gleis zwei und Gebäudeschäden am Bahnhof Walporzheim:

Am Bahnhofsgebäude Walporzheim sind deutliche Sackungsschäden sichtbar. Die Bereiche sind bereits seit einiger Zeit mit Flatterbändern abgesperrt. Hierzu teilte die DB-Pressestelle lediglich mit: „Die weitere Nutzung des Bahnhofsgebäudes Walporzheim wird derzeit geprüft.“ Das vor etlichen Jahren ausgebaute zweite Gleis 2 am Bahnhof Walporzheim soll reaktiviert werden. Geplant ist dies im Zusammenhang mit der 2. Baustufe des Elektronischen Stellwerks (ESTW) im Abschnitt Remagen – Walporzheim, voraussichtlich 2029. Diese Reaktivierung ist zur Verbesserung des Taktverkehrs der Ahrtalbahn längst überfällig.

Elektronisches Stellwerk (ESTW), 1. Baustufe zwischen Walporzheim –
und Kreuzberg/Ahrbrück

 Die Inbetriebnahme der Baustufe 1 ESTW im Abschnitt Walporzheim – Ahrbrück sei, so die DB-Pressestelle, nach jetzigem Stand für Ende 2021 vorgesehen. Im Rahmen der ESTW-Maßnahme wird der Bahnübergang Dernau, Steinbergsmühle, mit einer Schrankenanlage in Verbindung mit Lichtzeichen technisch gesichert.  Außerdem erneuert die DB den Bahnübergang Dernau-Mitte sowie Kreuzberg vollständig. Für diese Anlagen läuft derzeit das Planfeststellungsverfahren. Beim Bahnübergang in Altenahr finden im Rahmen des ESTW-Projektes signaltechnische Anpassungsarbeiten statt. Die Bahnsteige und die Zugänge in Dernau und Kreuzberg müssen im Zusammenhang mit dem ESTW-Projekt nicht erneuert werden. „Die Erneuerung der Bahnsteige plant die DB nach heutigem Stand voraussichtlich in 2024“, so betonte die DB jedoch.

Baustufe 2 Remagen – Walporzheim:

Die Realisierung der 2. ESTW-Baustufe ist, so der Bahnsprecher, voraussichtlich in 2029 geplant. Nach derzeitigem Stand sollen fünf Bahnübergänge im Rahmen dieser zweiten Baustufe erneuert werden: Bodendorf, Lohrsdorf, Heimersheim sowie die beiden Übergänge in Bad Neuenahr. In Zusammenhang mit dieser 2. Baustufe des ESTW im Abschnitt Remagen – Walporzheim soll dann, wie oben geschildert, gleichzeitig Gleis 2 am Bahnhof Walporzheim reaktiviert werden.

Landesgartenschau 2022

Anlässlich der Landesgartenschau (LAGA) 2022 in Bad-Neuenahr-Ahrweiler plant der SPNV-Nord eine Ausweitung des Zug-Angebots auf der Ahrtalbahn zwischen Remagen und Dernau, mit Einführung eines 20-Minuten-Taktes an den LAGA-Wochenenden und Feiertagen. Eine Ausweitung auch auf montags bis freitags, und über die LAGA hinaus, wird derzeit geprüft.

 Elektrifizierung Ahrtalbahn

Hierzu hat sich der SPNV-Nord um Verbandsdirektor Thorsten Müller mittlerweile eindeutig geäußert. Bei der SPNV-Verbandsversammlung am 01. Dezember 2020 in Koblenz wurde betont, dass sich der SPNV-Nord als bedeutenden Beitrag zum Klima- und Umweltschutz und zur Steigerung der Attraktivität des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) für Elektrifizierungsprojekte einsetze; insbesondere von Nebenstrecken des Nahverkehrs an bereits elektrifizierte Hauptstrecken. Konkret seien dies die Ahrtalbahn zwischen Remagen und Ahrbrück sowie die Moselweinbahn zwischen Bullay und Traben-Trarbach. Beide Strecken seien auch Teil des Zukunftskonzepts „Deutschland-Takt“, der eine Elektrifizierung unterstellt. Damit ließen sich neben dem ökologischen Potenzial auch bedeutende Angebotsverbesserungen für die Fahrgäste erreichen sowie eine wirtschaftlichere Nutzung gewährleisten. Der SPNV-Nord-Verbandsvorsteher, Landrat Dr. Jürgen Pföhler, sieht den SPNV-Nord als zuverlässigen und stabilen Partner: „Mit den heutigen Beschlüssen hat er die Tore für die Zukunft des SPNV im Norden von Rheinland-Pfalz weit aufgemacht. Ich hoffe, dass die Strecken-Elektrifizierungen und damit einhergehenden Angebotsverbesserungen für die Fahrgäste auch wirklich umgesetzt werden können.  Wir haben das Land gebeten, die kommunale Ebene bei der Finanzierung nach dem Bundes-GVFG mit mindestens 50 % zu unterstützen.“ Auch die Ahrtalbahnfreunde befürworten dieses Vorhaben nachdrücklich, so deren Sprecher Wolfgang Groß  

August 2020

Funktion der Klimananlagen in Bussen

Aus aktuellem Anlaß hier ein Hinweis zu einem Beitrag von Sascha Böhnke, Bustester der Faschzeitschrift Omnibusrevue,   zur Funktion der Klimaanlage, auch mit Hinweis auf Corona. Sehr verständlich und gut dargestellt. Vielleicht auch eine Hilfe fürs eigene Auto.

Juli 2020

SPNV-Nord-Verbandsdirektor Thorsten Müller bei den Ahrtalbahnfreunden 

Ahrtalbahnstrecke Pilotprojekt für Hybridzüge – Reaktivierung bis Adenau?

 20-Minuten Takt bis Dernau – Kombi-Ticket zur Landesgartenschau?

 Auf Einladung der Freunde der Ahrtalbahn referierte jetzt Thorsten Müller, Verbandsdirektor des Zweckverband SchienenPersonenNahVerkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord), zu aktuellen Themen des Öffentlichen Personen Nahverkehrs (ÖPNV). Diese Funktion hat Müller vor anderthalb Jahren übernommen – und sich in dieser Zeit allenthalben bereits einen guten Ruf verschafft.

Nach kurzer Begrüßung durch Wolfgang Groß, den Sprecher der Ahrtalbahnfreunde, gab Thorsten Müller einen Überblick über Zukunft und Perspektiven des ÖPNV im Bereich des SPNV Nord – und freute sich über die Philosophie der Ahrtalbahnfreunde zur Verbesserung der Qualität auf der Ahrtal-und Rheintalbahn. Zum SPNV-Nord Geschäftsbereich gehören etwa die Bereiche Mosel mit Trier, Hunsrück, Westerwald, Siegerland, Eifel und der Ahrkreis. Dem SPNV Nord stehen jährlich rund 180 Millionen Euro für SPNV-Zwecke zur Verfügung. Damit besteht ein Nachholbedarf gegenüber dem SPNV Süd, der mit höheren Mitteln ausgestattet ist.   Neben dem Hauptthema Ahrtalbahn standen aber auch die Verbindungen an Rhein, Mosel und Lahn im Mittelpunkt der Ausführungen.

Bei der gut besuchten Veranstaltung im Winzerverein Bad Bodendorf konnte Wolfgang Groß auch Wolfgang Schlagwein, den Grünen Fraktionsvorsitzenden im Kreistag Ahrweiler, begrüßen. Der hatte sich zuletzt in der Diskussion um das geplante neue Nahverkehrsgesetz engagiert. Schlagwein brachte nochmals die Bedenken gegen den Gesetzentwurf für eine zentrale Organisation vor, „der mittlerweile nach der massiven Kritik wenigstens in den kritischsten Punkten geändert werden soll.“ Eine Umsetzung hätte, durch die Auflösung von SPNV Nord (Koblenz) und Süd (Kaiserlautern) sowie der fünf Verkehrsverbünde nicht nur für Rheinland-Pfalz fatale Folgen gehabt, sondern auch massiv in den angrenzenden Nachbarbundesländern. Nun solle die Regionalität, so Thorsten Müller, jedoch erhalten bleiben. Zunächst ging Müller dann auf einige überregionale Strecken und Vorhaben ein. So etwa die dringend benötigte „Weststrecke Trier“, für deren Umsetzung er schlussendlich in 2024 rechnet. Bei solchen Projekten müsse es zu einer Baubeschleunigung kommen, so Müller.

Vortrag von Thorsten Müller im historischen Kelterhaus des Bodendorfer Winzervereins Foto Willi Tempel

Reaktivierungen

Auch die Reaktivierung der Hunsrückquerbahn ist derzeit ein aktuelles Thema, zumal dort ein privates Unternehmen eigenständig zunächst den Güterverkehr wieder aufnehmen will. Die Hunsrückbahn ist eine teilweise stillgelegte Eisenbahnstrecke. Diese führte in ihrer gesamten Länge von Langenlonsheim über Stromberg, Simmern, Kirchberg, Büchenbeuren (Abzweig Flughafen Hahn), Morbach, Thalfang bis nach Hermeskeil. Die Infrastruktur dieser Trasse ist noch fast vollständig vorhanden. Für die ebenfalls geplante Reaktivierung der Eifelquerbahn verkündete Thorsten Müller positive Nachrichten, vor allem durch einen Beschluss der Verbandsversammlung des SPNV Nord. Hier wurde mittlerweile eine Machbarkeitsstudie festgelegt. Diese Strecke würde unter anderem über den Ausgangspunkt Gerolstein über Daun – Kaisersesch – Mayen – Andernach wieder eine direkte Verbindung aus der Eifel an das Rheintal sowie an die Lahn verschaffen.

Thorsten Müller sprach auch die andauernden Pünktlichkeitsprobleme beim Regional-Express (RE) 5 und mit der Mittelrheinbahn an. „Auch die Bauarbeiten zur Verbesserung der Streckensituation nerven die Fahrgäste,“ versteht Müller den Groll der Bahnkunden. Und die Fertigstellung der Bahnsteige Sinzig und Bad Breisig – eigentlich bis 2021 zugesagt – soll nun erst 2024 erfolgt sein. Auf der rechten Rheinseite soll ab 2026 zweistündlich ebenfalls ein RE zwischen Frankfurt und Koblenz, über Wiesbaden, verkehren. Eines der größten Probleme seien weiter die seit „Corona“ auf 10 bis 15 Prozent eingebrochenen Fahrgastzahlen. Ende Juni sei man noch nicht über eine Quote von 50 Prozent hiervon gelangt. Auch die vielen Beschwerden gegen den Tarifdschungel in Deutschland teilt Thorsten Müller. Zumal es in der Schweiz gelungen sei, mit einer innovativen App alle Tarife zu integrieren und immer den günstigen Fahrpreis zu erhalten. Die beiden Schienen-Strategieprojekte – Deutschland-Takt im Bund und Rheinland-Pfalz-Takt in RLP – haben den Zielhorizont 2030.

Thorsten Müller im Fachgespräch mit Wolfgang Groß Foto: Willi Tempel

Nachholbedarf

An der baulichen Situation (insbesondere den Bahnsteighöhen) vieler Bahnhöfe und Stationen der Ahrtalbahn sieht Thorsten Müller Nachholbedarf. Auch hier beklagte Müller die langen Umsetzungszeiten, etwa am Haltepunkt “Ahrweiler Markt“. Zu einer Fahrzeitplanstabilität sollen neben dem geplanten ESTW (Elektronisches Stellwerk) und später DSTW (Digitales Stellwerk) zwischen Remagen und Ahrbrück weiterhin die Reaktivierung des zweiten Gleises am Bahnhof Walporzheim beitragen.

Ebenso könnte eine Elektrifizierung an der Ahr die Fahrzeiten verringern. Diese Maßnahme befinde sich zwar auf der Prioritätenliste des Landes Rheinland-Pfalz, von der angekündigten Elektrifizierungs-Offensive des Bundes sei bislang jedoch noch nichts passiert. „Woher das Geld für diese Maßnahme kommen soll, ist unklar und nicht geklärt, obwohl die Zeit drängt,“ stellte Wolfgang Groß fest. Ob diese im Zusammenhang mit dem Deutschlandtakt notwendige Oberleitung komme, sei daher nicht absehbar. Thorsten Müller teilte weiter mit, dass auf der Ahrtalbahn ein Pilotprojekt des SPNV Nord – zusammen mit den Land Rheinland-Pfalz – mit Hybridfahrzeugen (BEMU – Anmerk.: Batterie/Elektrisch) vorgesehen sei. Bei allem gehe es darum, wohin die Mehrzahl der Bahnkunden aus dem Ahrtal am besten ohne Umsteigen kämen. Wolfgang Groß sprach in diesem Zusammenhang positiv die im Entwurf des Deutschlandtaktes vorgesehen Direktverbindung von Ahrbrück bis Wuppertal an. Die Reaktivierung der Ahrtalbahnstrecke zwischen Ahrbrück und Adenau hält Wolfgang Groß „mit 85 bis 90 Prozent“ für realisierbar. „Hier muss es jedoch politische Impulse vor Ort geben“ forderte er gleichzeitig ein. Zur Landesgartenschau vermissen die Ahrtalbahnfreunde bislang sowohl ein Verkehrskonzept als auch die Einführung eines Kombi-Tickets.  Dies befürwortet auch Thorsten Müller für den Besuch der Weinfeste an der Ahr etc. Für Wolfgang Schlagwein gehört ein Kombi-Ticket zu einer nach eigenem Anspruch „klimaneutralen“ Landesgartenschau unbedingt dazu. Die Ahrtalbahnfreunde begrüßen die Absicht des SPNV Nord, mit der Landesgartenschau im Ahrtal auch einen 20-Minuten-Takt von Remagen nach Dernau einzuführen.

Aus dem Zuhörerkreis wurde abschließend der Stillstand beim geplanten Bahnhaltpunkt „Bad Neuenahr-Mitte“ beklagt.

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SPNV-Nord engagiert sich für alternative Antriebsformen auf der Ahrtalbahn

September 2019

Wie erst kürzlich bekannt gemacht wurde, setzt der SPNV-Nord sich gemeinsam mit dem rheinland-pfälzischen Verkehrsministerium für alternative Antriebsformen auf Eisenbahnstrecken ein, wovon konkret auch die Ahrtalbahn profitieren soll.

Die Verbandsversammlung des SPNV-Nord stellt sich mit dem Beschluss vom 6. August 2019 aktiv den Herausforderungen des Klimawandels und hat einer Umsetzungsstudie für zwei Pilotanwendungen zugestimmt.

Schon im Herbst soll die Studie beauftragt werden, mit der zwei mögliche Anwendungen alternativer Antriebsformen für den kombinierten Einsatz auf elektrifizierten und nichtelektrifizierten Strecken auf der Ahrtal- und der Pellenz-Eifel-Strecke näher unter die Lupe genommen werden sollen.

Ziel dabei ist der Testbetrieb eines Batteriezuges auf der Ahrtalbahn und eines Wasserstoffzuges auf der Pellenz-Eifel-Bahn.

Entgegen der jüngsten Befürchtungen bedeutet dies aber keineswegs eine Verzögerung der Pläne zur Elektrifizierung der Ahrtalbahn, an der seitens des SPNV-Nord gemeinsam mit dem Land festgehalten wird.
Die Bestrebungen zum Test der Praxistauglichkeit alternativer Antriebstechnologien auf der Ahrtalbahn stehen in engen Zusammenhang mit den Plänen zur Elektrifizierung der Strecke und sollen dazu beitragen, mittels Übergangslösungen eine Abkehr vom Dieselantrieb zu beschleunigen.

So der SPNV Nord aus Koblenz, man darf auf den Versuch gespannt sein.

Bahnhof Rech und Bahnhaltepunkt Ahrweiler-Markt: Umbau in 2021       

Ahrweiler-Markt aber ohne barrierefreien Zugang – beide Dernauer Bahnübergänge werden modernisiert

 Elektronisches Stellwerk (ESTW) soll ebenfalls 2021 in Betrieb gehen

24.7.19

In die Umsetzung des Elektronischen Stellwerks (ESTW) an der Ahrtalbahnstrecke zwischen Walporzheim und Kreuzberg kommt Bewegung. Ursprünglich war die Deutsche Bahn (DB) Netz AG ja schon von einer Inbetriebnahme des ESTW in der II. Jahreshälfte 2018 ausgegangen. Die Entwurfsplanungen für das ESTW zwischen Walporzheim und Ahrbrück waren bereits abgeschlossen. Dann war die Umsetzung, wie andere Bahnprojekte auch, trotz der bereits begonnenen Vorbereitungsarbeiten aus finanziellen Gründen gestoppt worden. Die aktuellen Planungen sehen nach Information von DB Netz vor, dass die Bedienung des ESTW von Ahrweiler aus erfolgt. Das Gebäude für die technischen Einrichtung für den Betrieb des ESTW soll jedoch in Walporzheim stehen. Zunächst die soll moderne Technik in einer ersten Baustufe nur von Ahrweiler ahraufwärts bis Ahrbrück realisiert werden.

Das mechanische Einfahrsignal A Bf Dernau wird bei einem elektronischen Stellwerk mit einem Lichtsignal ersetzt. Foto: Wolfgang Groß
Auch in Kreuzberg werden dann die mechanischen Ausfahrsignale verschwinden.

Der Streckenbereich von Remagen bis Ahrweiler soll in einer späteren Maßnahme umgesetzt werden.   Damit bleiben die mechanischen Stellwerke Bad Bodendorf, Bad Neuenahr und Ahrweiler noch erhalten. Die Inbetriebnahme der ersten Baustufe ist aktuell für 2021 geplant. Dies ergibt sich auch aus der offiziellen DB-Mittelfristplanung. Demnach ist dies im Ländergespräch gegenüber dem Verkehrsministerium auch schon entsprechend kommuniziert worden.

Haltepunkte Rech und Ahrweiler-Markt

Auch der barrierefreie Umbau des Bahnhofs Rech sowie des Bahnhaltepunktes Ahrweiler-Markt sollen im Jahr 2021 realisiert werden. Der Zweckverband SchienenPersonenNahVerkehr (SPNV) Nord teilte hierzu mit, dass diese beiden Projekte seitens der DB Station & Service bis 2021 umgesetzt werden sollen. Jedoch heftiger Wermutstropfen: Für Ahrweiler-Markt ist bislang zwar die Barrierefreiheit der Bahnsteige vorgesehen; an einer vollständig barrierefreien Lösung (Zu- und Abgang zu/von den Gleisen 1 und 2) wird derzeit jedoch weiter gesucht. Diese Zuwegung hätte über Privatgrundstücke geführt und auch ein Bahnübergang wäre notwendig geworden. Hier kam es jedoch zu keiner Einigung. Die Planungsunterlagen der Station Ahrweiler-Markt sollen, so der SPNV Nord in seiner Antwort weiter, in nächster Zeit beim Eisenbahnbundesamt (EBA) zur Planfeststellung abgegeben werden, und die Bauarbeiten dann im Jahr 2021 erfolgen.

 Haltepunkt Bad Neuenahr-Mitte

Um den vorgesehenen neuen Bahnhaltepunkt Bad Neuenahr-Mitte ist es ruhig geworden. Im Landesgartenschau-Prospekt allerdings ist dieser noch als nutzbarer DB-Haltepunkt angegeben. Hierzu führt der SPNV Nord aus: „Die Station Bad Neuenahr-Mitte gehört zur sogenannten Stationsoffensive, welche derzeit noch Gegenstand der Verhandlungen zwischen Land, Aufgabenträgern und der DB ist. Außerdem werden zur Zeit flankierende Infrastrukturmaßnahmen untersucht. Wir werden zu gegebener Zeit berichten, wenn konkrete Ergebnisse vorliegen“.

Modernisierung der Dernauer Bahnübergänge

In den geplanten Umbau und Modernisierung der beiden Bahnübergänge Dernau-Mitte und „Steinbergsmühle“ kommt Bewegung.  Bürgermeister Alfred Sebastian teilte hierzu mit, dass letzter sein Informationsstand hierzu das Jahr 2021 als Realisierungszeitraum sei.

Vorarbeiten der Bahn am Bü Steinbergsmühle Foto: Willi Tempel

Besonders eine technische Sicherung beim Bahnübergang Steinbergsmühle ist lange überfällig. Der Bahnübergang ist technisch nicht gesichert, die Züge fahren max. 20 km/h und geben Achtungssignal. Vor Jahren ereigneten sich hier tödliche Unfälle, eine Modernisierung ist auch auf Grund des gestiegenen Kfz-Aufkommens mehr als überfällig. Hier sollten zwei Halbschranken installiert werden.

Willi Tempel

Elektrifizierung der Ahrtalbahn – wann?

Juli 2019

Der NVR in Köln hat ja Ende 2018 beschlossen, die Strecke der S 23 von Bonn Hbf – Euskirchen – Bad Münstereifel zu elektrifiziert. Außerdem soll auch die Eifelbahn von Köln bis Kall unter Fahrleitung kommen. Die beschloss die NVR-Verbandsversammlung Ende November 2018 in Köln einstimmig.

Nach der Machbarkeitsstudie und Wirtschaftlichkeitsberechnung werden nun alle Maßnahmen zur Realisierung bis 2030 eingeleitet. Die Wirtschaftlichkeit der Maßnahme ist mit 1,7 sehr hoch und bestätigt alle bisherigen Erfahrungen, das ein elektrischer Betrieb auf gut ausgelasteten Strecken ökonomische Vorteile bietet.

Für die Ahrtalbahn hat dieser Beschluss große Bedeutung. Alle Zugumläufe an der Ahr sind an die S 23/Voreifelbahn angebunden. Um die Gefahr einer Insellösung an der Ahrstrecke zu vermeiden (Dieselbetrieb) sollte der zuständige Zweckverband in Koblenz alles daran setzen, Planungen zur Elektrifizierung der Ahrtalbahn einzuleiten.

Nun wird wieder einmal um die Finanzierung gestritten. Ein Sonderprogramm des Bundes zur Elektrifizierung (rd. 70 Mio €) soll nur für Strecken mit Güterverkehr in Frage kommen.

Bleibt das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG). Dieses wird erheblich aufgestockt (auf 1,3 Milliarden €/Jahr). Allerdings sind schon erhebliche Geldmittel durch Großprojekte gebunden. Das heißt, ob hieraus für die Ahrtalbahn Mittel zur Verfügung gestellt werden können, ist fraglich. Das Land Rheinland-Pfalz wird sich sicherlich bemühen.

Also heißt es abwarten.

Ob die Entwicklung alternativer Antriebe den Einsatz moderner umweltfreundlicher Züge auf der Ahrtalbahn zuläßt, bleibt auch abzuwarten. Die Entwicklung solcher Züge ist in vollem Gange, viele Versuche laufen, aber ob und wann für Triebwagen Serienreife erreicht wird, ist unklar.

Ahrtalbahn

Maßnahmen für schnellere und bessere Zuganbindungen notwendig

Dezember 2018

Mehrere Maßnahmen sind notwendig, um eine Beschleunigung der Zugfahrten auf der Ahrtalbahn zu ermöglichen, die geschätzt bis zu 15 Minuten betragen könnten:

  • Bad Bodendorf: Seitenbahnsteige statt Mittelbahnsteig bauen (zur Zeit kann ein Zug von Remagen nur einfahren, wenn kein Zug aus Richtung Bad Neuenahr kommt), Installation einer automatische Schrankenanlage an der Hauptstraße, moderne Blocksignale installieren,
  • Walporzheim: Weiche für 60 Km/h einbauen,
  • Dernau: Weichen für 60 Km/h einbauen,
  • Dernau: technische Sicherung am Bahnübergang Steinbergsmühle einrichten (Züge dürfen hier nur mit max. 20 km/h fahren),
  • Mayschoß: Blocksignale im Bereich Mayschoß einrichten, Züge können von Dernau oder Kreuzberg schneller folgen (Zugfolgeabschnitt zur Zeit von Dernau bis Kreuzberg, 12 Minuten für eine Zugfahrt je Richtung),
  • Altenahr: Installation einer modernen Schrankenanlage B 266 mit Einschaltung durch Zugfahrt (zur Zeit muss der Lokführer immer auf dem Bahnsteig die Einschaltung durchführen),
  • Kreuzberg: moderne Sicherungsanlage für den Streckenabschnitt Kreuzberg – Ahrbrück einrichten (zur Zeit muss Lokführer immer Schlüssel beim Fdl abholen/abgeben).

Elektrifizierung

Die Ahrtalbahn gehört zum „Kölner Dieselnetz“.  Die meisten dieser Strecken gehören zu NRW und werden vom Zweckverband NVR in Köln verwaltet. Dieser plant weiträumige Elektrifizierungen (Köln – Euskirchen – Kall, Euskirchen – Bonn) ab 2030. Für die Ahrtalbahn in Rheinland-Pfalz entstünde die Problematik einer teuren „Insellösung“ falls keine parallelen Planungen eingeleitet werden und weiter Dieselfahrzeugen eingesetzt würden. Das sollte aus ökologischen und ökonomischen Gründen vermieden werden. Auch die Schadstoff-Emissionen aus Dieselfahrzeugen sollten in diese Betrachtung einbezogen werden.

Nach der derzeitigen technischen Entwicklung wäre eine Elektrifizierung der Ahrtalbahn mindestens bis Dernau wirtschaftlich sinnvoll. Die Tunnelbereiche im oberen Streckenbereich sind wahrscheinlich nur mit hohen Kosten für elektrischen Betrieb auszubauen. Aber es werden auch hierfür Lösungen entwickelt. In Deutschland werden zunehmend Fahrzeuge mit dualem Antrieb (elektrisch/Batterie) eingesetzt. Die Entwicklung in der Fahrzeugindustrie geht rasant in die Richtung, Fahrzeuge die von Strecken mit elektrischen Betrieb kommen und wenige Kilometer ohne Strom bewältigen müssen, mit dualen Antrieben auszurüsten (Fa. Bombardier, Stadler usw.).

Züge mit elektrischem Antrieb sind spurtschneller, in Remagen wäre eine Kopplung mit Zügen in Richtung Köln und weiter ins Ruhrgebiet in kürzester Zeit möglich. So könnte auch der Überlastung der linken Rheinstrecke Rechnung getragen werden.

Durch die vorgenannten infrastrukturellen Maßnahmen könnten die Fahrzeiten der Züge auf der Strecke zwischen Ahrbrück – Remagen (-Bonn) und Gegenrichtung erheblich gekürzt und bessere sowie direkte Verbindungen für die Kunden aus dem Kreis Ahrweiler bis Köln und weiter angeboten werden. Im übrigen gab es solche Angebote mit durchgehenden Verbindungen von und an die Ahr schon in den achtziger Jahren (u.a. von und bis nach Dortmund).

Bahnsteige

An der Ahrstrecke gibt es noch einige Bahnsteige, die besonders mobil eingeschränken Personen erhebliche Probleme bereiten. Eine Erneuerung und Modernisierung folgender Bahnsteige ist notwendig:

  • Ahrweiler Markt (zur Zeit geplant 2020)
  • Dernau
  • Bad Bodendorf
  • Rech (zur Zeit geplant 2020)
  • Altenahr
  • Kreuzberg

Landesgartenschau Bad Neuenahr 2022

Wieder einmal nur Autogerecht und wenig ÖPNV?

Im Jahr 2022 wird in Bad Neuenahr-Ahrweiler die Landesgartenschau Rheinland-Pfalz stattfinden. Schon lange finden intensive Planungen über die Ausgestaltung dieses großen Ereignisses statt. Unter dem Titel „Das blühende Leben“ hatte sich die Stadt beworben und auch den Zuschlag erhalten. Das Leitthema ist “ Gesunde Stadt – gesundes Leben“.

Aber gilt dies auch für die An- und Abreise mit öffentlichen (ökologisch sinnvollen) Verkehrsmitteln, so z.B. die Bahn? Oder wird wie so häufig das Auto in den Mittelpunkt der Planungen gestellt?

Zumindest was die Bahn betrifft, kommen da Zweifel auf. So wirbt die Stadt in ihrem Prospekt bei der Bewerbung mit einem neuen Bahnhaltepunkt in der Höhe der Weinbergstraße „Bad Neuenahr-Mitte“. Dieser neue Haltepunkt wäre nahe am Mittelpunkt der Landesgartenschau gelegen und eine sehr gute Ergänzung zu den anderen Haltepunkten der Ahrtalbahn.

Wie jetzt allerdings durch die Stadtratsfraktion der Grünen bekannt wurde, gibt es wohl keinerlei Bemühungen zur Realisierung eines solchen Haltepunktes. Lapidar teilt der Zweckverband in Koblenz mit, dies sei erst in weiter Zukunft nach einer Elektrifizierung möglich. Was soll sich also beim Bahnverkehr verbessern, außer ein höherer Bahnsteig in Ahrweiler-Markt (ohne barrierefreien Zugang?) ?

Die Ahrtalbahnfreunde bezweifeln die Aussage, ein neuer Haltepunkt könne nur im Zusammenhang mit einer Elektrifizierung gebaut werden. Schon seit Jahren gibt es Planungen an der Ahr für weitere Haltepunkte, so auch Bad Neuenahr – Mitte. Selbstverständlich müssen die Haltezeiten in einem neuen Haltepunkt auch in das Gesamtkonzept des Fahrplans passen, aber dies kann auch durch andere Beschleunigungsmaßnahmen auf der Strecke erfolgen. Aber leider wurde hier Jahrzehnte nur immer abgebaut und kaum etwas modernisiert.

Im Gegensatz dazu stehen die umfangreichen infrastrukturellen Ausbaumaßnahmen für den Kfz-Verkehr. Hier ist wohl alles möglich und das man sich für die Autofahrer frühzeitiger Gedanken gemacht hat, zeigt das Beispiel des Neubaus für den Ersatz des Bahnüberganges Hauptstraße in Bad Neuenahr. Für Millionen wird eine neue Zufahrt (sehr schnell und bequem) von der Autobahn aus Richtung Heimersheim nach Bad Neuenahr gebaut. Damit verschwindet der Bahnübergang Hauptstraße. Es geht also, wenn man nur will.

Noch sind vier Jahre Zeit, um wirkliche Verbesserungen auch auf der Ahrtalbahn durchzuführen. Die Stadtverwaltung sollte sich rasch externen Sachverstand besorgen, um die Aussagen des zuständigen Zweckverbandes, die wiederum meist auf Aussagen der DB beruhen, zu widerlegen und handeln.

Für alle diejenigen, die an einer Landesgartenschau interessiert sind, die auch beim Verkehr dem Anspruch „Gesunde Stadt – gesundes Leben“ gerecht wird, ist die Vernachlässigung des ökologisch sinnvollen ÖPNV ein Schlag ins Gesicht. Ausbau Straße: ja – Zug und Schiene: Nein. Und das in Zeiten des Dieselskandals mit all den negativen Konsequenzen für die Umwelt.

Aber vielleicht stellt die Umwelthilfe ja dann auch in Bad Neuenahr-Ahrweiler einmal Messgeräte auf?

Wolfgang Groß, 3.10.18

Planungen zur Elektrifizierung der Ahrtalbahn – kein Traum mehr?

Mainzer Ministerium startet Untersuchung, September 2018

Erfreuliche Nachricht aus dem Mainzer Verkehrsministerium – auch eine Elektrifizierung der Ahrtalbahn wird untersucht aber auch für möglich gehalten. Die Ahrtalbahn sei eine der Strecken, deren Elektrifizierung sinnvoll sein könnte. Hintergrund sind Befürchtungen, die Strecke Ahrbrück–Remagen könne angesichts der Überlegungen in NRW, die Strecken Köln–Euskirchen–Kall und Bonn–Euskirchen zu elektrifizieren, isoliert werden. Dies erfuhren die Freunde der Ahrtalbahn vor einigen Tagen in einem Gespräch im Verkehrsministerium. Bis Anfang nächsten Jahres soll eine Priorisierungsliste aller in Frage kommenden Strecken in Rheinland-Pfalz erstellt werden. Anschließend könnten dann vertiefte Planungen und Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen stattfinden.

Die Elektrifizierung wäre eine Chance für die Region, die durchgehenden Verbindungen von der Ahrstrecke in Richtung Bonn aber auch weiter langfristig zu sichern, Wie in den 80ziger Jahren bestände die Möglichkeit, wieder durchgehende Zugverbindungen bis nach Dortmund einzurichten, so Wolfgang Groß von den Ahrtalbahnfreunden. Ein weiterer Vorteil: Die Züge könnten mit höherer Geschwindigkeit verkehren und dies würde eine Entspannung der Problematik der überlasteten Rheinstrecke bedeuten. Dabei unterstützen die Ahrtalbahnfreunde auch den Einsatz von Hybridfahrzeugen, da eine Elektrifizierung der Strecke ab Dernau bis Kreuzberg wegen der Tunnels ggf. schwierig und finanziell sehr aufwändig wäre. Ein elektrischer Bahnbetrieb erzeugt im Gegensatz zum Dieselbetrieb zudem auch weniger Emissionen.

Im Fachgespräch in Mainz erfuhren die Ahrtalbahnfreunde weiter, das die Haltepunkte Ahrweiler Markt und Rech bis zur Landesgartenschau 2022 in Bad Neuenahr modernisiert und die Bahnsteige auf 76 cm erhöht werden. Dabei unterstützten die Eisenbahnfreunde die Bemühungen der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler zu einem barrierefreien Ausbau des Haltepunktes Ahrweiler Markt.

Ein weiteres Anliegen war eine verbesserte Anbindung des Bahnhofs Oberwinter an den Nahverkehr und das zukünftig auch wieder ICE im Bahnhof Remagen halten. Dies betrifft einige ICE, die heute in Andernach aber wegen der niedrigen Bahnsteige nicht in Remagen halten können. Zurzeit werden die Bahnsteige in Remagen auf 76 cm über SO erhöht und modernisiert.

Umbauarbeiten zur Bahnsteigerhöhung Bf Remagen Foto: Volkhard Stern, Bonn

Überlastungserklärung der Strecke Köln bis Remagen

Folgen für den Zugverkehr im Ahrkreis, Juni 2018

2017 hat die DB Netz AG in einem formellen Verfahren die Strecke von Bonn bis Remagen für überlastet erklärt. Dies ist die Folge, wenn zu viele Eisenbahnverkehrsunternehmen Trassen für ihre Züge anmelden und nicht genügend Kapazität für alle zur Verfügung stellt. Im Verfahren bei der Bundesnetzagentur in Bonn und beim Eisenbahn-Bundesamt stellte die DB Netz in einem Plan zur Erhöhung der Schienenkapazität dar, welche Maßnahmen sie zur Verbesserung der Situation ergreifen will. Neben einigen kleinen Infrastrukturellen Maßnahmen hat sie auch fahrplanerische Einschnitte für die Ahrtalbahn aufgeführt.

Ein Vorschlag zielt darauf, das nur noch in den Hauptverkehrszeiten morgens und abends durchgehende Züge von/nach der Ahrstrecke nach/von Bonn fahren sollten. Tagsüber sollten die freiwerdenden Trassen dem Güterverkehr zur Verfügung gestellt werden.

Die Folge war ein großer Proteststurm politischer Gremien und der Bevölkerung. Die DB Netz AG lenkte zunächst ein und sagte zu, das bis auf weiteres die Ahrtalbahn bis bzw. von Bonn verkehren kann. Ob diese Zusage von Dauer ist, ist ungewiss.

Fakt ist, das bis zu einem Ausbau der Strecke von Köln nach Bonn keine weiteren Reisezüge fahren können, sondern der status quo bestehen bleiben muss.

Seit vielen Jahren gut genutzt – durchgehende Züge von Bonn an die Ahr

Planungen in NRW

Der für den Nahverkehr im Raum Köln/Bonn zuständige Nahverkehr Rheinland (NVR) führt derzeit Planungen für zusätzliche S-Bahngleise zwischen Köln und Bonn-Mehlem durch. Die Linie der S 23 (Bonn – Euskirchen) soll elektrifiziert werden, die Züge bis Bonn – Mehlem durchgebunden werden.

Planungen in Rheinland-Pfalz

Leider gibt es derzeit keine genauen Planungen der zuständigen Rheinland-Pfälzischen Behörden zur Verbesserung der Situation ab der Landesgrenze in Rolandswerth.

Die Freunde der Ahrtalbahn haben dazu schon recht früh Vorschläge gemacht:

  • Elektrifizierung der Ahrtalbahn – bedeutet: Einsatz schnellerer Züge mit der Möglichkeit, durch Stärken und Schwächen in Remagen auch bis Köln oder ins Ruhrgebiet zu fahren.
  • Herstellung der zwei ehemaligen Überholungsgleisen in Oberwinter
  • Durchbindung der RB 48 (Wuppertal – Bonn-Mehlem) bis Remagen.

Neues Stellwerk für die Ahrstrecke

Seit geraumer Zeit plant die DB Netz ein neues elektronisches Stellwerk für die Oberahrstrecke. Die Bedienung soll vom Fdl Ahrweiler erfolgen. Gesteuert werden die Stellwerke Walporzheim, Dernau und Kreuzberg. In diesem Zusammenhang soll auch der technisch ungesicherte Bahnübergang in Dernau an der Steinbergsmühle modernisiert werden. Hier besteht eine Langsamfahrstelle für die Züge mit 20 km/h, es ist Achtungssignal zu geben.

Nach aktuellen Informationen kann derzeit aus finanziellen Gründen die Maßnahme noch nicht realisiert werden.