Neues Konzept für die Ahrtalbahn: Durchgehende RB 32 bis nach Koblenz, elektrischer Betrieb zeitnah

Mit Inbetriebnahme der voraussichtlich Ende 2025 komplett wieder hergestellten Ahrtalbahn bis Ahrbrück wird die neu konzipierte Regionalbahn RB 32 mit dem elektrisch angetriebenenen Triebwagen vom Typ MIREO auch an der Ahr verkehren. Foto: Siemens Mobility

Der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) und das Land Rheinland-Pfalz treiben gemeinsam den nachhaltigen Wiederaufbau der Schieneninfrastruktur und die Weiterentwicklung des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) im Ahrtal voran. Mit einem neuen SPNV-Konzept ab Dezember 2025 erhält die Region ein erweitertes und elektrifiziertes Angebot. Die Trans Regio Deutsche Regionalbahn GmbH wird im Zuge des neuen SPNV-Konzepts ab Dezember 2025 die neu konzipierte Linie RB 32 betreiben. Die bisherige RB 39 zwischen Dernau und Remagen wird damit ersetzt und das Angebot gleichzeitig ausgeweitet. Der neue Linienverlauf führt dann elektrisch und umsteigefrei bereits von Ahrbrück über Remagen nach Koblenz und weiter bis Boppard.
Das Ahrtal erhält damit neben der künftig ebenfalls elektrischen betriebenen RB 30 (Bonn – Remagen – Ahrbrück), die von DB Regio NRW eingesetzt wird, eine weitere direkte Anbindung an die Mittelrheinachse. Die Umstellung der RB 30 von Dieseltriebwagen auf den elektrisch angetriebenen Talent 2 soll bis Sommer 2026 erfolgen.

Die RB 32 wird ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 stündlich zwischen Ahrbrück und Remagen sowie im Zwei-Stunden-Takt weiter über Koblenz bis Boppard fahren. Mit diesen Erweiterungen aus den Bestandsverkehren entlastet die Linie die stark frequentierte linke Rheinstrecke und verbessert die Verbindung nach Koblenz und der Mittelrheintalstrecke in RLP. Auf der RB 32 zum Einsatz kommen die modernen Regionalbahnen vom Typ MIREO (Foto).
In Planung und mit Inbetriebnahme der wiederaufgebauten kompletten Ahrtalstrecke (voraussichtlich Ende 2025) noch nicht umgesetzt ist allerdings der angestrebte 20-Minuten-Takt. Zudem sind die angedachten zusätzlichen Haltepunkte im Bereich von Bad Neuenahr-Ahrweiler und Marienthal noch nicht abgeklärt. JG