
Oktober 2025/Ahrtal. Für Aufsehen sorgte kürzlich ein roter Schienenbus, der auf der noch nicht freigegebenen Gesamtstrecke der Ahrtalbahn bis nach Kreuzberg unterwegs war. Anlaß war die siebte Sitzung des Sektorbeirats im Bundesverkehrsmínisterium beim Eisenbahnbundesamt in Bonn.
Als Sonderzugfahrt ging es zunächst vom Bonner Hauptbahnhof bis zum derzeitigen Endpunkt der Ahrstrecke am Haltepunkt Walporzheim; diese Strecke konnte bereits Ende 2021 – mit einigen Einschränkungen – wieder in Betrieb genommen werden. Ab Walporzheim, wo der Bereich Mittelahr beginnt, durfte der Schienenbus nur unter besonderen betrieblichen Rahmenbedingungen gefahren werden; die Fahrt war also sehr langsam, mit genügend Zeit für die teilnehmenden Fachleute, den fortgeschittenen Wiederaufbau zu verfolgen. Mit an Bord war Christian Sauer, als Projektleiter der DB (Deutsche Bahn) InfraGO für den Wiederaufbau der Ahrtalbahn verantwortlich.Die erfolgreichen Tunnel-Umbauten (Erhöhung wegen der Elektrifizierung) beeindruckten ebenso wie die neuen Eisenbahnbrücken und die vielen wiederhergestellten Bahndämme. Der Hochwasser resiliente Aufbau – zum Beispiel am Laacher Bogen – wurde erläutert. Auf der Gesamtstrecke erhielt die Gruppe Informationen zu den neuen bzw. wieder aufgebauten Haltepunkten Bad Bodendorf, Heimersheim-Lohrsdorf (statt bisher Heimersheim), Walporzheim, Dernau, Rech, Mayschoß, Altenahr (Kreuzungsbahnhof) und Kreuzberg, zudem wurde die Funktion des neuen elektronischen Stellwerks am Bahnhof Ahrweiler erklärt.
Alle Teilnehmer/Innen waren vom schnellen Fortschritt sowie die Art und Weise des Wiederaufbaus der Ahrtalbahn beeindruckt. Für Mitte Dezember ist die offizielle Eröffnung der Gesamtstrecke über Walporzheim hinaus bis zum End-Haltepunkt Ahrbrück geplant. WT